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Hickhack um Pescarolo

Von Guido Quirmbach
Henri Pescarolo und Julien Jousse sind im Rechtsstreit

Henri Pescarolo und Julien Jousse sind im Rechtsstreit

Ex-Fahrer Julien Jousse liess beide Boliden des Teams heute beschlagnahmen- und scheiterte letztlich vor Gericht.

Mit der Justiz kennt sich Henri Pescarolo momentan ziemlich gut aus. Nach dem Rennen in Spa liess er die beiden Luxury-Ferrari beschlagnahmen, um seinen Forderungen gegen den Rennstall Nachdruck zu verleihen. Die Autos aber wurden von den belgischen Behörden schnell wieder freigegeben.

Nun wurden heute beide Wagen des Altmeisters, sowohl der Dome 102.5 als auch der Pescarolo 03, von der französischen Justiz per einstweiliger Verfügung beschlagnahmt. Verantwortlich dafür ist eine Klage von Julien Jousse, bis vor ein paar Tagen Fahrer bei Pescarolo. Der musste sein Cockpit kurzfristig räumen, weil der Gönner des Engländers Suart Hall, Roald Goethe, Pescarolo finanziell unterstützt und deshalb das Cockpit des Pescarolo 03 für Hall forderte. Pescarolo willigte ein und Jousse war den Drive los.

Doch Jousse hat nicht nur einen gültigen Vertrag mit Pescarolo, er hat auch vor dem Rennen in Spa laut eigenen Aussagen einen Teil seiner Mitgift an den Rennstall überwiesen. Und pochte nun auf sein Recht: «Ich bin sehr enttäuscht, nicht fahren zu können. Pescarolo tat nichts, um mir zu helfen und reagierte sehr gleichgültig. Das hat mich zu dem Schritt, der schwierigste meiner Karriere, bewogen. Henri tat das gleiche bei Luxury, wo er sich im Recht sieht. Er kann mir also keine Vorwürfe machen.» so Jousse gegenüber www.lemans.org, der offiziellen Website des Rennens.

Doch am Abend wies ein Gericht die Klage von Jousse ab, Pescarolo erhielt die Autos zurück, wird nun morgen eine verspätete Abnahme durchführen lassen und am Sonntag beim Test fahren.

Für die weitere Karriere von Jousse, der bei seinen Einsätzen bei Pescarolo 2011 durchaus überzeugte, könnte der heutige Tag ein klassisches Eigentor gewesen sein. Für die weniger involvierten wird er ein Denkmalschänder sein und Teamchefs anderer Rennställe werden sich gut überlegen, den langen Franzosen zukünftig trotz Mitgift zu verpflichten.

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