MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Daniel Ricciardo: Von Max Verstappen tief enttäuscht

Von Mathias Brunner
​Daniel Ricciardo war kurz nach dem Start zum Ungarn-GP aus dem Rennen, nach einem Rammstoss ausgerechnet seines Red Bull Racing-Teamgefährten Max Verstappen. Der Australier war ausser sich.

So verärgert haben wir Frohnatur Daniel Ricciardo selten erlebt. Nach dem Aus schon in der ersten Runde des Ungarn-GP, nach einem Rammstoss ausgerechnet seines Red Bull Racing-Teamkollegen Max Verstappen musste der Australier sein Auto abstellen – Kühler auf der linken Fahrzeugseite leck geschlagen, platter Reifen links hinten.

Und das war passiert: Die beiden Autos von Red Bull Racing waren gut gestartet, in der ersten Kurve musste Max nach links zucken, um nicht in das Heck von Kimi Räikkönen zu prallen, der Niederländer wich in die Auslaufzone aus, kam auf die Bahn zurück.

Ricciardo war inzwischen an die Aussenseite von Verstappen gegangen, aber dann rutschte Max untersteuernd in den Wagen von Daniel hinein, vermutlich hatten die Reifen zu wenig Grip, weil sie neben der Bahn Schmutz aufgelesen hatten.

Zurück in der RBR-Box gab der fünffache GP-Sieger seinem Missfallen Ausdruck über die Fahrweise von Verstappen, dann stellte er sich vor die TV-Kameras, um in der Hitze des Gefechtes zu sagen: «Ich hatte einen guten Lauf aus der ersten Kurve heraus. Um uns herum passierte so Einiges. Dann tat es einen Schlag. Das war amateurhaft, mindestens. Es ist sehr frustrierend. Vielleicht mag er es einfach nicht so, wenn sein Stallgefährte vor ihm liegt. Ich fand jetzt nicht, dass er sehr viel getan hat, um die Kollision zu verhindern. Er hatte in der Kurve 1 die Aussenseite versucht, das hat ganz offensichtlich nicht funktioniert. Und auf einmal war ein guter Start kein so guter Start mehr. Er sah mich vorbeiziehen und hat wohl gedacht, dass er nun schleunigst etwas unternehmen müsse.»

«Wenn du einen Fehler machst, dann hast du ein ganzes Rennen lang Zeit, den zu korrigieren. Aber das war nicht mal ein richtiges Überholmanöver.»

Die Rennleitung brummte Verstappen für das Auslösen einer Kollision eine 10-Sekunden-Stop-and-go-Strafe auf. Dazu gibt es zwei Strafpunkte für den Niederländer.

Max Verstappen hat sich nach dem Rennen für sein Manöver entschuldigt.

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