MotoGP: VR46-Team ist nicht einverstanden

Ross Brawn über Vettel und Ferrari: «Unangenehm»

Von Vanessa Georgoulas
Formel-1-Sportchef Ross Brawn

Formel-1-Sportchef Ross Brawn

Formel-1-Sportchef Ross Brawn erklärt angesichts der Sorgen von Sebastian Vettel und Ferrari: «Sie befinden sich in der Phase der Trennung, in der die Papiere zugestellt wurden, aber die Scheidung noch nicht durch ist.»

Auch wenn Sebastian Vettel und Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nichts davon hören wollen: Der Ton zwischen dem in Ungnade gefallenen Vierfach-Weltmeister und seinem Team ist rauer geworden, wie verschiedene Funksprüche und Aussagen des Heppenheimers in den letzten Rennen beweisen. Auch im Spanien-GP wurde der Abschiedskandidat deutlich, als es um die Reifenstrategie ging.

«Verdammt noch mal! Genau das habe ich euch vorher gefragt», erwiderte Vettel auf die Frage in der 51. von 66 Rennrunden, ob er mit seinen Reifen bis ins Ziel kommen werde. Tatsächlich hatte der Deutsche zuvor um Klarheit in der Frage gebeten, wie lange man den Einsatz auf seinen aktuellen Reifen plane. Dies, um sich die Gummis richtig einteilen zu können.

«Es ist schwer, Sebastian und Ferrari jetzt zuzusehen, wenn beide Seiten wissen, dass das Ende ihrer Beziehung kurz bevorsteht», kommentiert der frühere Ferrari-Technikchef Ross Brawn die Situation im ältesten GP-Rennstall der Welt. In seiner Kolumne auf Formula1.com erklärt der heutige Formel-1-Sportchef: «Sie befinden sich in der Phase der Trennung, in der die Papiere zugestellt wurden, aber die Scheidung noch nicht durch ist. Das ist sehr unangenehm.»

«Die Chemie zwischen einem Fahrer und seinem Team ist so wichtig», weiss der Brite. «Man ist Teil eines Teams und hat als Team Erfolg, und als Team scheitert man auch. Diese Dynamik zu managen ist immer eine Herausforderung. Wenn einem Fahrer gesagt wurde, dass er nicht mehr gebraucht wird, ist das eine der schwierigsten Situationen für ein Team.»

«Er weiss, dass Sie ihn nicht mehr wollen, und die ersten Risse in der Beziehung zeigen sich schnell. Es liegt am Team, das Ganze so gut es geht zu managen. Aus meiner eigenen schmerzlichen Erfahrung weiss ich, dass Fahrer in dieser Situation eine Herausforderung sein können», fügt der 65-jährige Ingenieur an.

Spanien-GP 2020, Barcelona

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:19:44,062h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +24,177 sec
3. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +44,752
4. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +1 Runde
5. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +1 Runde
6. Carlos Sainz (E), McLaren, +1 Runde
7. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde
8. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +1 Runde
9. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde
10. Lando Norris (GB), McLaren, +1 Runde
11. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +1 Runde
12. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1 Runde
13. Esteban Ocon (F), Renault, +1 Runde
14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
15. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
16. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde
17. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +2 Runden
19. Romain Grosjean (F), Haas, +2 Runden      
      Charles Leclerc (MC), Ferrari, DNF

WM-Stand Fahrer nach 6 von 13 Rennen

1. Hamilton 132 Punkte
2. Verstappen 95
3. Bottas 89
4. Leclerc 45
5. Stroll 40
6. Albon 40
7. Norris 39
8. Pérez 32
9. Sainz 23
10. Ricciardo 20
11. Vettel 16
12. Ocon 16
13. Gasly 14
14. Nico Hülkenberg (D) 6
15. Giovinazzi 2
16. Kvyat 2
17. Magnussen 1
18. Räikkönen 0
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken

1. Mercedes 221
2. Red Bull Racing 135
3. Racing Point 63 (78)*
4. McLaren 62
5. Ferrari 61
6. Renault 36
7. AlphaTauri 16
8. Alfa Romeo 2
9. Haas 1
10. Williams 0

* 15 Punkte Abzug wegen Einsatzes illegal kopierter Bremsbelüftung

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