Bahrain, 2. Tag: Regen in der Wüste, Hamilton top
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Lewis Hamilton drehte am zweiten Test-Morgen in Bahrain die bisher schnellste Runde
Bereits zum Start des zweiten Test-Tages ging über dem Bahrain-Rundkurs ein Nieselregen nieder. Das hielt sechs GP-Stars aber nicht davon ab, die Testarbeit des Vortages gleich fortzuführen und auf die Strecke zu fahren. Mit dabei waren George Russell im Mercedes und sein bisheriger Teamkollege Lewis Hamilton, der wie schon tags zuvor die Vormittagsschicht übernahm.
Für die ersten vier Stunden waren auch Oscar Piastri, Liam Lawson, Fernando Alonso, Pierre Gasly, Esteban Ocon, Yuki Tsunoda, Carlos Sainz und Nico Hülkenberg für die ersten vier Stunden eingeteilt. Bei Red Bull Racing und Williams gibt es keinen Fahrer-Wechsel, Lawson und Sainz bestreiten auch die Nachmittagsschicht. Das bedeutet, dass sowohl Champion Max Verstappen als auch Carlos Sainz erst am letzten Testtag wieder ausrücken dürfen.
Die erste Schrecksekunde erlebten Lawson und Sainz eine knappe halbe Stunde nach dem Start in der Boxengasse: Weil der Neuseeländer just in jenem Moment am Williams-Fahrer vorbeifuhr, als dieser losfuhr, kam es beinahe zu einer Kollision.
Kurz nach der Szene wurde die Vortages-Bestzeit von 1:30,430 min, die Lando Norris aufgestellt hatte, unterboten: Russell liess sich eine 1:30,379 min notieren. Der Mercedes-Pilot teilte sich die Strecke daraufhin mit Lawson, an allen anderen Autos wurde in der Box gearbeitet. Noch vor Ablauf der ersten Stunde stellte Hamilton mit 1:30,287 min eine neue Bestzeit auf.
Nachdem die erste Stunde vorbei war, nieselte es wieder und Russell bretterte über die Randsteine, weil er kurzzeitig die Kontrolle über seinen GP-Renner verlor. Der 27-Jährige war zu diesem Zeitpunkt der Drittschnellste hinter Hamilton und Sainz. Zu kämpfen hatte wenig später auch Tsunoda, der mit grossen Messgittern am Auto ausrückte. Hamilton übte derweil einen Start am Ende der Boxengasse. Danach berichtete er über Funk, dass die Piste nass sei.
Weil der Regen stärker wurde, bogen die GP-Piloten an die Box ab, danach wurde es für eine Weile ruhig am Bahrain-Rundkurs, bis Ocon auf Intermediates ausrückte. Sein Haas-Team war neben Aston Martin der einzige Rennstall, der für den Test in der Wüste Reifen für Misch- und Nassverhältnisse bei Pirelli bestellt hatte.
Als das Wetter sich besserte, drückte Hamilton die Bestzeit auf 1:29,675 min, kurz darauf schaffte er die Runde in 1:29,379 min. Damit blieb er knapp vier Zehntel schneller als Russell, der sich auf der zweiten Position der Zeitenliste einreihte. Bis zum Ende des zweiten Test-Morgens änderte sich nichts mehr. Ganz zum Schluss wurden noch die Flaggensysteme getestet, danach absolvierten Piastri, Russell und Ocon noch einen Übungsstart auf der Start-Ziel-Geraden.
Bahrain-Wintertest, Donnerstag, 27. Februar, 12 Uhr MEZ
01. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:29,379 min (45)
02. George Russell (GB), Mercedes, 1:29,778 (71)
03. Carlos Sainz (E), Williams, 1:30,090 (44)
04. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:30,430 (40)
05. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:30,700 (45)
06. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:30,793 (46)
07. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:30,821 (44)
08. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, 1:31,233 (28)
09. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:31,457 (56)
10. Esteban Ocon (F), Haas, 1:33,071 (69)