George Russell (5.): «Ich bin wirklich enttäuscht»

George Russell
Im ersten Training auf dem Suzuka Circuit schaffte es George Russell bis auf 0,163 sec an die Bestzeit heran, die Lando Norris im McLaren aufgestellt hatte. Im zweiten Training, das von mehreren roten Flaggen merklich verkürzt wurde, war der Brite aus dem Mercedes-Team der Sechstschnellste. In der dritten Session am heutigen Samstagmorgen drehte er die drittschnellste Runde.
Kein Wunder, gehörte der 27-Jährige für viele GP-Beobachter zu den Pole-Favoriten. Daran änderte sich auch im ersten Teil des Abschlusstrainings nichts, denn Russell drehte einmal mehr die zweitschnellste Runde und blieb dabei nur knapp eineinhalb Zehntel langsamer als der Q1-Schnellste Oscar Piastri. Auch im Q2 landete er auf dem zweiten Platz, sein Rückstand auf den Schnellsten Lando Norris betrug allerdings schon zweieinhalb Zehntel.
Als es dann darauf ankam, fehlte deutlich mehr. Die Pole-Runde von Max Verstappen fiel 0,335 sec schneller aus als die persönliche Bestleistung von Russell, der nach dem fünften Platz in der Zeitenjagd um die Startaufstellung unumwunden zugab: «Ich bin wirklich enttäuscht mit dem fünften Platz, denn ich habe mich das ganze Wochenende hindurch grossartig gefühlt.»
«Platz 5 ist definitiv zu wenig für uns. Wir haben das ganze Wochenende stark ausgesehen und ich denke, wir hatten ein Auto, mit dem ich grundsätzlich um einen Platz in der ersten Startreihe hätte kämpfen können. Doch leider hat die Runde im entscheidenden Moment einfach nicht gepasst», seufzte der WM-Sechste des Vorjahres.
«Die Strecke wurde im Laufe des Qualifyings immer kühler. Beim letzten Versuch waren die Reifen zu Beginn der Runde etwas zu kalt und ich erlebte eine Schrecksekunde in der zweiten Kurve. Das hat mich ein paar Zehntel gekostet und ich konnte mich nicht mehr verbessern», schilderte Russell daraufhin.
Gleichzeitig tröstete sich der Mercedes-Star: «Natürlich sind wir enttäuscht, aber Platz 5 ist keine schlechte Ausgangslage. Wir hatten das ganze Wochenende ein gutes Tempo und ich fühle mich wohl im Auto. Mal sehen, was das Wetter bringt, aber egal ob nass oder trocken, ich denke, wir können um einen Platz auf dem Podest kämpfen. Im Nassen ist die Strecke eine noch grössere Herausforderung. Wir haben in Melbourne gesehen, wie chaotisch ein Regenrennen sein kann, also werden wir versuchen, bei allen Bedingungen das Beste herauszuholen. Der Sieg liegt vielleicht nicht drin – aber wer weiss, was bei wechselhaften Bedingungen möglich ist.»
Qualifying, Japan
01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:26,983 min
02. Lando Norris (GB), McLaren, 1:26,995
03. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:27,027
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:27,299
05. George Russell (GB), Mercedes, 1:27,318
06. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:27,555
07. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:27,569
08. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:27,610
09. Alex Albon (T), Williams, 1:27,615
10. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:27,867
11. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:27,822
12. Carlos Sainz (E), Williams, 1:27,836
13. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:27,897
14. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:27,906
15. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:28,000
16. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:28,570
17. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:28,622
18. Esteban Ocon (F), Haas, 1:28,696
19. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:28,877
20. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:29,271