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Marc Surer: Pirelli-Strategie Steilpass für Ferrari?

Von Rob La Salle
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

Marc Surer, früherer Grand-Prix-Fahrer und heutiger Formel-1-Experte von Sky, über die Reifenproblematik vor dem Hochgeschwindigkeitsrennen im königlichen Park von Monza.
Marc, das erste Heimspiel von Sebastian Vettel im Ferrari steht an. Was liegt für ihn in Monza drin?

Es ist natürlich viel drin – aber nur hinter Mercedes, weil die Silberpfeile auf jeder Strecke schnell sind.

Also siehst du keine Siegchancen für Ferrari?

Vielleicht geht etwas über die längere Distanz, weil Pirelli nach dem Reifenplatzer in Spa-Francorchamps vorgeschlagen hat, dass die Autos mit höherem Luftdruck fahren müssen. Dies führt oft dazu, dass sich die Oberfläche der Reifen erhitzt und in der Vergangenheit beanspruchte Mercedes die Reifen mehr. Diese potenziellen Erhitzungserscheinungen könnten vielleicht in Vettels Hände spielen. Besonders vor dem Hintergrund, dass in Monza alle Teams wohl mit einem Stopp durchkommen wollen, weil die Boxenzufahrt in Monza so lang ist. Aber vom reinen Speed her kann niemand Mercedes gefährlich werden.

Es wird auch spekuliert, dass Pirelli in Zukunft auf einer maximalen Rundenlaufzeit für die verschiedenen Reifentypen besteht. Wie würdest du eine solche Regulierung sehen?

Es wäre sehr sehr schade, denn eine solche Vorgabe würde die Freiheit, wann man zur Box fährt, eingrenzen und unterschiedliche Taktiken verhindern.

Würde eine solche Massnahme aber nicht auch die Sicherheit der Fahrer erhöhen?

Ich bin eben noch aus der alten Garde, und bei uns gab es öfter Reifenschäden, aber das hat damals niemanden vom Stuhl gehauen. Ich glaube, in der heutigen Zeit sind die Fahrer nicht mehr bereit, ein solches Risiko einzugehen. Wir reden hier von einem Rennreifen, der deutlich empfindlicher ist als ein Strassenreifen – deswegen kann man damit auch viel schneller fahren. Wenn man nur noch Sicherheit will, dann muss man Holzreifen bauen – also die superharten, stabilen Reifen, die nicht mehr kaputt gehen. Das wollen die Fahrer aber auch nicht, denn sie wollen Reifen mit Grip.

Kommen wir zurück zum Sportlichen: Siehst du bei Vettel die Gefahr, dass er bei seinem ersten Heimspiel vielleicht zu aggressiv zu Werke geht und Fehler macht?

Vettel kommt sicher mit einem guten Gefühl nach Monza. Dort hat er sein erstes Rennen in einem unterlegenen Auto gewonnen, als er im Torro Rosso 2008 triumphierte. Ich denke, ihn wir nichts erschüttern – auch nicht der Druck als Ferrari-Fahrer vor den zahlreichen Tifosi.

Kommen wir auf Nico Hülkenberg zu sprechen, der seinen Vertrag bei Force India verlängert hat. Eine richtige Entscheidung?

Die Tür bei Ferrari war nach der Bestätigung von Kimi Räikkönen zu. Da Felipe Massa bei Williams unterschrieben hat, war dort auch kein Cockpit mehr zu haben. Die letzte Möglichkeit war noch Haas F1. Aber wieso soll er das Risiko bei einem neuen Team eingehen, wenn er jetzt in einem guten Auto sitzt? Force India hat Fortschritte gemacht und wird auch in Monza gut unterwegs sein. Ich denke also, dass Hülkenberg eine gute und richtige Entscheidung getroffen hat.

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