MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Kevin Wahr: Doppelsieg macht Dunlop glücklich

Von Esther Babel
Mit zwei Siegen in der IDM Supersport 600 beendete der Pilot vom Team Romero mit seiner Yamaha eine dreijährige Dunlop-Durststrecke. Zur Belohnung winkt Wahr eine Reise nach Südfrankreich.

Nach Kevin Wahrs Doppelsieg bei der IDM Supersport 600 auf dem Nürburgring war vor allem den Reifentechnikern von Dunlop die Freude ins Gesicht geschrieben. Seit drei Jahren hatte es kein Pilot mehr geschafft, auf Dunlop-Reifen aufs Podest zu fahren. Zuletzt war das Lukas Trautmann im Jahr 2014, als der sich auf seinem Weg zum Gesamtsieg im Yamaha R6 Dunlop Cup einen IDM-Ausflug gönnte.

Doch die Kundschaft war in Sachen Dunlop dennoch zurückhaltend. Der Trend ging eindeutig zu Mitbewerber Pirelli. «Die haben sich mit den Dunlop-Reifen einfach nicht getraut», so ein Kenner der Reifenszene. «Sie haben alle mit Pirelli auf die sicherere Variante gesetzt.»

Damals wie heute ist der Sprung aufs Podest mit dem D212 GP Pro gelungen. «Er hat immer noch das gleiche Profil», erklärt Dunlop-Mann Ralph Christmann. «Unten drunter ging die Entwicklung natürlich weiter. Kevin Wahr hat bei uns den Status als Entwicklungsfahrer, genauso wie das Team Yamaha MGM aus der IDM Superbike.» Wahr hat als Bonus für den Doppelsieg gleich mal die Teilnahme bei den in den nächsten Tagen startenden Testfahrten im südfranzösischen Merival spendiert bekommen.
Dann geht’s schon mit dem neuen Material auf die Strecke.

Der neue D213 GP Pro wurde am Wochenende auf der Isle of Man vorgestellte. Bei dem Test in Südfrankreich stehen verschiedene neue Entwicklungen auf Wahrs Testprogramm. «Vorgesehen ist auf jeden Fall eine Vorderrad-Konstruktion und zwei, drei Mischungen», beschreibt Christmann. «Wenn das gut ist, wollen wir das noch für die Rennen in Zolder einfließen lassen.»

Während bei Dunlop eifrig produziert wird, muss sich der sportliche Erfolg von Wahr erst noch rumsprechen. «Der Spruch, gewinn am Sonntag und verkauf am Montag, geht noch nicht ganz auf», erklärt Christmann. «Dazu muss die IDM bekannter werden und auch wir als Werbeträger sind gefragt, von wegen, was macht man draus.»

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