MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Wimmer gibt MZ-Team nicht auf

Von Matthias Dubach
MZ-Geschäftsführer Martin Wimmer

MZ-Geschäftsführer Martin Wimmer

MZ-Chef Martin Wimmer will erst nach dem Misano-GP entscheiden, wie es mit dem bereits beim Racing Team Germany fahrenden MZ-Pilot Toni Finsterbusch weitergehen soll.

Letzte Woche stellte Motorradhersteller MZ den Antrag auf Insolvenz, folglich hatte wegen des fehlenden Budgets auch MZ Racing keine Zukunft mehr im GP-Sport. MZ-Chef Martin Wimmer hat sich aber vom Werksteam noch nicht definitiv verabschiedet und liess per Pressemitteilung verbreiten, dass Moto3-Pilot Toni Finsterbusch weiterhin MZ-Fahrer ist und beim Misano-GP lediglich die Infrastruktur des Racing Team Germany nutzt.

«Wir haben diesen Schritt mit RTG-Chef Dirk Heidolf sowie Tonis Vater Peter Finsterbusch beschlossen», lässt sich Wimmer zitieren, «das gilt zunächst nur für das Rennen in Misano.» Die Massnahme sei notwendig geworden, nachdem die Motorenwerke Zschopau GmbH in der vergangenen Woche in einen Liquiditätsengpass gerutscht war. «Die Motorenwerke Zschopau und das MZ Racing Team sind zwar wirtschaftlich voneinander unabhängige Unternehmen, werden aber von demselben Investor finanziert», erläuterte Wimmer, «deshalb hatte das Problem bei der GmbH auch Auswirkungen auf das Rennteam.»

Wimmer benötigt noch die Woche nach dem Misano-GP um zu prüfen, ob Finsterbusch und das MZ-Team im Grand Prix-Fahrerlager weiterhin präsent sein können. Dazu müssen auch bestehende Verträge mit dem Racing Team Germany und der Teamvereinigung IRTA geprüft werden.

Weil MZ aber ohnehin Ausstände beim RTG hat, dürfte das Heidolf-Team das Honda-Material von Finsterbusch kaum mehr zurückgeben.

Lediglich kurz wird in der MZ-Pressemitteilung die Einstellung des Moto2-Engagements erwähnt. Weil die Fahrer Alexander Lundh und Mike di Meglio nicht genügend Sponsorgelder aufbrachten, sei dieses Projekt aufgegeben worden.

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