MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Honda: Delbianco blamierte die japanischen Asse

Von Ivo Schützbach
Weder der dreifache GP-Gewinner Yuki Takahashi noch der dreifache Superbike-WM-Laufsieger Ryuichi Kiyonari sorgte am Freitag in Jerez für die beste Honda-Zeit, sondern Youngster Delbianco. Da staunten die Japaner.

Das gab’s noch nie: Alessandro Delbianco aus dem Honda-Satelliten-Team Althea von Genesio Bevilacqua sorgte in den beiden freien Trainings am Freitag für die beste Zeit eines Honda-Fahrers.

Grund zu jubeln gab es trotzdem keinen, der 21-Jährige wurde 16. im 19 Mann dünnen Fahrerfeld. Camier-Ersatz Yuki Takahashi strandete auf Platz 17, Stammfahrer Ryuichi Kiyonari wurde Letzter. Alle drei liegen 2,3 sec und mehr hinter der Bestzeit von Alvaro Bautista (Aruba Ducati).

Die Japaner sind zumindest teilweise entschuldigt: Takahashi fuhr zum letzten Mal vor sechs Jahren in Jerez Moto2, Kiyonari noch nie.

Letztlich wurde einmal mehr unterstrichen, was wir schon die ganze Saison sehen: Die Honda CBR1000RR Firebalde SP2 ist nicht konkurrenzfähig.

Takahashi konnte sich während der zwei Testtage in Misano auf Jerez einstimmen, «wegen des schlechten Wetters dort kam ich aber nicht viel zum Fahren», schränkte der dreifache GP-Sieger im Gespräch mit SPEEDWEEK.com ein. «Um richtig an der Abstimmung des Motorrads arbeiten zu können, brauche ich mehr Erfahrung. In der Japanischen Meisterschaft fahre ich ebenfalls eine Honda mit Pirelli-Reifen, die Motorräder sind fast identisch. Wenn du aber nach Jerez kommst, wo der Asphalt völlig anders als auf den japanischen Rennstrecken ist, dann ändert sich alles. Ich muss mich erst daran gewöhnen.»

Wie konnte es passieren, dass Delbianco schneller als du und Kiyo war? «Das wüsste ich auch gerne», grübelte Takahashi. «Ich weiß nicht, was sie geändert haben. Irgendetwas muss passiert sein. Wir müssen vor ihm sein, keine Frage. Ich habe alles gegeben, um näher an der Spitze zu sein, aber das ist nicht einfach. Dafür musst du Schritt um Schritt machen. Natürlich habe ich davon geträumt, dass ich nach Jerez komme und gleich vorne mitfahre, aber das ist unmöglich. Wir haben in Japan dieselben Pirelli-Reifen – aber es sind eben doch nicht dieselben. In Japan haben wir vermutlich die älteren Modelle»

Ergebnisse FP1/FP2: 1. Álvaro Bautista (Ducati). 2. Michael van der Mark (Yamaha). 3. Jonathan Rea (Kawasaki). 4. Alex Lowes (Yamaha). 5. Tom Sykes (BMW). 6. Marco Melandri (Yamaha). 7. Sandro Cortese (Yamaha). 8. Michael Rinaldi (Ducati). 9. Leon Haslam (Kawasaki). 10. Toprak Razgatlioglu (Kawasaki). 11. Chaz Davies (Ducati). 12. Jordi Torres (Kawasaki). 13. Loris Baz (Yamaha). 14. Leandro Mercado (Kawasaki). 15. Markus Reiterberger (BMW). 16. Alessandro Delbianco (Honda). 17. Yuki Takahashi (Honda). 18. Tommy Bridewell (Ducati). 19. Ryuichi Kiyonari (Honda).

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