MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Yamaha weiß: Der Weltmeister kriegt keine Geschenke

Von Kay Hettich
Toprak Razgatlioglu

Toprak Razgatlioglu

Toprak Razgatlioglu geht als Titelverteidiger in die Superbike-WM 2022. Der Yamaha-Star und sein Team wissen, dass man als Weltmeister von seinen Gegnern keine Geschenke bekommen wird.

Die Superbike-WM 2021 war eine der besten Saisons seit Gründung der seriennahen Weltmeisterschaft im Jahr 1988. Am Ende obsiegte Toprak Razgatlioglu (Yamaha), der die seit 2015 anhaltende Serien von Rekordweltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) beendete.

Der Türke und das hinter dem Yamaha-Werksauftritt stehende Crescent-Team wollen beweisen, dass die WM-Titel kein Zufallsprodukt war und treten in unveränderter Besetzung zur Titelverteidigung an. Beim Portimão-Test am Dienstag und Mittwoch dieser Woche bewies der 25-Jährige eindrucksvoll, dass er in diesem Jahr der Mann sein wird, den es zu schlagen gilt. Mit einer überragenden Testbestzeit in 1:39,616 min war Razgatlioglu 0,235 sec schneller als Portimão-Spezialist Jonathan Rea (Kawasaki).

«Man möchte sicher nicht einen Test mit einer Sekunde Rückstand auf seinen Hauptkonkurrenten beenden», schmunzelte Teamchef Paul Denning. «Natürlich gibt einem ein gutes Gefühl, wenn man an der Spitze der Zeitenliste steht. Wir werden aber am nächsten Tag genauso weiterarbeiten, als wenn wir Dritter oder Vierter gewesen wären. Das macht keinen Unterschied.»

Erstmals waren die drei Topfavoriten für die Superbike-WM 2022 gemeinsam auf der Strecke. Neben Razgatlioglu und Rea war das Álvaro Bautista, der nach zwei Honda-Jahren zu Ducati zurückkehrt. Denning hatte stets ein Auge auf die Yamaha-Gegner.

«Ich war ziemlich beeindruckt von Bautistas Rhythmus, er war ausgezeichnet. Wie wir erwartet hatten, war auch Jonathans Rhythmus gut», sagte der Yamaha-Teamchef. «Alex Lowes war nicht so sehr mit dem weichen Reifen gut unterwegs, aber seine Konstanz mit Rennreifen war stark. Eigentlich sind alle schnell unterwegs. Nur weil wir Erster waren bedeutet das nicht, dass es für uns einfacher sein wird.»

Kombinierte Zeitenliste Portimao-Test, Mittwoch, 8./9. Februar:

Superbike:

1. Toprak Razgatlioglu (TR), Yamaha, 1:39,616 min
2. Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:39,851
3. Alvaro Bautista (E), Ducati, 1:40,055
4. Alex Lowes (GB), Kawasaki, 1:40,335
5. Andrea Locatelli (I), Yamaha, 1:40,674
6. Philipp Öttl (D), Ducati, 1:41,061
7. Michael Rinaldi (I), Ducati, 1:41,143
8. Christophe Ponsson (F), Yamaha, 1:42,374
9. Luca Bernardi (I), Ducati, 1:42,961

Supersport:
1. Nicolo Bulega (I), Ducati, 1:43,876 min
2. Max Kofler (A), Ducati, 1:45,511
3. Nicholas Spinelli (I), Ducati, 1:46,496


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