MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Leon Camier: Teamkollege Marco Melandri wäre negativ

Von Ivo Schützbach
MV-Agusta-Werksfahrer Leon Camier

MV-Agusta-Werksfahrer Leon Camier

Für die Superbike-WM 2016 hat sich MV Agusta mit Forward Racing verbündet. Werksfahrer Leon Camier hält es für sinnvoll, wenn das Team weiterhin nur ihn als Fahrer hat.

Ende November testete Marco Melandri in Jerez drei Tage lang für MV Agusta. Schon nach wenigen Runden mit der F4 kritisierte der Italiener die Einstellungen der Elektronik, welche die Leistung des Vierzylinder-Motors viel zu aggressiv ans Hinterrad freigab. Für das Ergebnis der Arbeit von Melandri hatte Werksfahrer Leon Camier ausschließlich Lob übrig.

«Ich habe das neue Elektronik-Paket getestet, das Marco mit dem neuen Techniker entwickelt hat – es ist deutlich verbessert, sehr deutlich», sagte der Engländer anerkennend. «Motorbremse, Gasannahme und Beschleunigung sind jetzt viel besser als vorher. Das ist ermutigend! Es gibt zwar noch ein paar Dinge zu erledigen, aber das ist ein positiver Schritt in die richtige Richtung.»

Melandri hat stets betont, dass er nur in die Superbike-WM zurückkehren werde, wenn er ein siegfähiges Motorrad bekommt. Nach und nach fielen für 2016 alle Türen zu, der 19-fache Superbike-Laufsieger ist weiterhin arbeitslos. Er liebäugelt sogar mit einem Wechsel in den Automobilrennsport, hat aber bis heute keinen unterschriftsreifen Vertrag.

Auch nicht von MV Agusta, die italienische Nobelmarke will auch 2016 nur einen Fahrer einsetzen. Leon Camier ist trotz der positiven Erkenntnisse von Melandri nicht böse darüber. «Es ist nicht nötig, dass wir ein Zwei-Mann-Team sind», erzählte der 29-Jährige SPEEDWEEK.com. «Wenn das Motorrad auf einem Level ist, wo man nach dem letzten bisschen Performance sucht, sind zwei Fahrer gut, um die richtige Richtung einzuschlagen. Im Moment hat MV Agusta aber nicht die Ressourcen dazu. Die nötigsten Verbesserungen sind immer noch Basisarbeit – beim Motor, der Elektronik und dem Chassis. Ich kann mir vorstellen, dass wir bis Ende der nächsten Saison in einer Situation sind, dass zwei Fahrer Sinn machen. Jetzt würde es sich negativ auswirken»

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