MotoGP: VR46-Team ist nicht einverstanden

DTM nach Spielberg-Streit auf der Suche nach Lösungen

Von Andreas Reiners
Unsafe Release: Lösung gefunden

Unsafe Release: Lösung gefunden

Der Offene Brief von Mercedes hat für reichlich Wirbel gesorgt. Nach einem Treffen am Nürburgring gibt es nun eine kurzfristige Lösung. Auch langfristig soll sich einiges ändern.

Mercedes hat die Konkurrenz unter Druck gesetzt: Durch den Offenen Brief (Hier nachzulesen) nach dem Streit um die Disqualifikation von Robert Wickens in Spielberg stand die DTM unter Zugzwang. Deshalb setzten sich am Nürburgring die Verantwortlichen, darunter die Motorsportchefs, DMSB, ITR, ARD und auch Manuel Reuter als Vertreter der Fahrergewerkschaft, in informeller Runde zusammen.

Durch den von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff gewählten Gang in die Öffentlichkeit war die Stimmung zunächst, freundlich ausgedrückt, frostig. Später wurden die Probleme, die die Serie bei aller Kritik an der Art und Weise der Artikulation durch die Stuttgarter hat, in der Runde jedoch konstruktiv angegangen. Auch wenn sich vor allem Audi und BMW vor den Kopf gestoßen fühlten, gibt es hinsichtlich des größten Streitpunkts Unsafe Release nun ein erstes Ergebnis.

Denn die Piloten haben sich auf ein Gentlemen Agreement geeinigt. Vorfahrt hat zukünftig derjenige Pilot, der in der Boxengasse die Nase vorne hat. Was allerdings zu einem Problem führen kann: Sollte sich der Fahrer auf der Fastlane nicht an das Agreement halten und es kommt zu einer Kollision, wird derjenige Pilot wie bislang mit einem Unsafe Release bestraft, der aus der Box gekommen ist. Daneben wurde das Tempolimit in der Boxengasse auf 60 km/h herabgesetzt.

Das Gentlemen Agreement gibt es eigentlich schon seit 2012, wie Mattias Ekström kürzlich erklärte. Der Schwede hatte deshalb auch die Strafen gegen Robert Wickens und Pascal Wehrlein nicht nachvollziehen können.

Der entscheidende Unterschied zu früher: Hatten bislang nur die Piloten dieses Agreement untereinander «gelebt», richten sich nun auch DMSB und die Rennleitung danach und drücken in Zukunft beide Augen zu. Sprich: Timo Glock hatte auf dem Red Bull Ring nach Wickens‘ Stopp bremsen müssen. Nach heutigem Verständnis wäre dies aber kein Unsafe Release mehr gewesen. Solange es eben zu keinen Unfällen kommt.

Weitere kurzfristige Lösungen gab es zunächst nicht. Dafür aber die Erkenntnis, dass das Reglement, vor allem im Hinblick auf den Zuschauer, zu komplex und kompliziert ist und in Zukunft vereinfacht werden soll. Deshalb gibt es ernsthafte Überlegungen, in der neuen Saison die Pflichtboxenstopps oder die Optionsreifen abzuschaffen. Noch vor dem Saisonfinale in Hockenheim sollen in großer Runde weitere Schritte besprochen werden.

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