MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Racing-Raritäten - Unser Foto-Spiel
Meist aus dem Archiv der Agentur Getty Images stellen wir jeden Dienstag-Morgen ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis.

Bitte Name, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist Sonntag der gleichen Woche, 23.59 Uhr.

Das Bild der Vorwoche (25. bis 30. März 2025):

Die Lösung vom letzten Mal: Der Japaner Kunimitsu Takahashi mit einem Tyrrell 007 beim Grossen Preis von Japan 1977 in Fuji, er wurde beim Heimauftritt solider Neunter.

Es handelte sich um jenes Auto, das sein Landsmann Kazuyoshi Hoshino ein Jahr zuvor beim ersten Formel-1-WM-Lauf in Japan bewegt hatte.

Bei Kunimitsu Takahashi müssen wir ein wenig ausholen.

In den ersten zwölf Jahren der 1949 eingeführten Motorrad-Strassen-Weltmeisterschaft holten ausschliesslich italienische, britische und deutsche Hersteller die WM-Titel und Grand-Prix-Siege. In den damaligen Klassen bis 125, 250, 350 und 500 ccm sowie bei den Seitenwagen machten Mondial, Moto Guzzi, Benelli, Gilera und MV Agusta aus dem Stiefelland, Velocette, Norton und AJS von der britischen Insel sowie die deutschen Marken DKW, NSU, BMW und MZ die Rennen unter sich aus.

1959 betrat mit Honda erstmals ein japanisches Werk die WM-Bühne und sorgte bald für Furore. Beim zweiten Grand Prix des Jahres hatte die 125-ccm-Klasse auf der Insel Man ihren Saisoneinstand. Dabei errang am 3. Juni Naomi Taniguchi als Sechster den ersten WM-Punkt für Honda. Ihm folgten, allerdings ausserhalb der damaligen Punkteränge, seine Landsleute Giichi Suzuki und Teisuke Tanaka.

1960 beschränkte sich Hondas Engagement nicht mehr nur auf die Tourist Trophy. Nachdem der Australier Robert «Bob» Brown bei seinem Heimrennen als Vierter des 250er-Rennens das Podest mit grossem Zeitrückstand, auf der Insel Man wird per Einzelstart gegen die Uhr gefahren, noch deutlich verfehlte, wurde am 24. Juli 1960 beim Grossen Preis von Deutschland auf der Solitude bei Stuttgart nach dem Rennen der Viertelliterklasse mit Teisuke Tanaka erstmals ein Japaner und zugleich erstmals ein Honda-Fahrer zur Siegerehrung gerufen.

Der WM-Auftakt 1961 ging am 23. April auf dem Montjuic-Kurs in Barcelona über die Bühne. Bei diesem gewann der Australier Tom Phillis das Rennen der Achtelliterklasse vor dem Ostdeutschen Ernst Degner auf MZ und dem in die britische Kolonie Rhodesien ausgewanderten Jim Redman auf einer weiteren Honda. Damit ging Phillis als erster Honda-GP-Sieger in die Geschichte ein.

Der nächste Honda-Meilenstein wurde am 14. Mai 1961 beim Großen Preis von Deutschland, diesmal wieder in Hockenheim, gesetzt. Das Rennen der 250-ccm-Klasse gewann der Japaner Kunimitsu Takahashi vor seinem Honda-Stallgefährten Redman und dem Italiener Tarquinio Provini auf einer Morini. Damit ist Kunimitsu Takahashi der erste Japaner, der einen Lauf zur Motorrad-Weltmeisterschaft überhaupt sowie auf einem japanischen Motorrad gewinnen konnte.

Im gleichen Jahr feierte der am 29. Januar 1940 geborene Kunimitsu Takahashi beim Ulster-GP in Belfast, allerdings in der Achtelliterklasse, seinen zweiten GP-Sieg. Am Ende des Jahres wurde er in dieser Klasse WM-Fünfter und bei den 250ern sogar Gesamtvierter.

1962 legte er rasant los, indem er die ersten beiden 125er-Rennen des Jahres im Montjuich-Park in Barcelona sowie in Clermont-Ferrand in Frankreich jeweils vor seinem Teamkollegen Jim Redman gewann. Beim darauffolgenden Rennen auf der Insel Man stürzte er allerdings so schwer, dass er lange pausieren musste. 1963 fuhr er zwar noch zweimal aufs 125er-Podest, doch an seine alten Leistungen konnte er nicht mehr anknüpfen.
1965 wechselte Kunimitsu Takahashi in den Automobilsport. Er fuhr von 1975 bis 1992 in der japanischen Top-Einsitzerserie (heute Super Formula genannt), wurde vierfacher Sportprotoypen-Meister seines Landes (mit einem Porsche 962C), gewann 1995 seine Klasse beim 24 Stunden-Rennen von Le Mans, gründete seinen eigenen Rennstall und fuhr noch als 59-Jähriger Rennen!

Am 16. März 2022 starb er im Alter von 82 Jahren.

Damit zum neuen Rätsel: Einer der wenigen Formel-1-Rennwagen mit echtem Sechs-Appeal..

Hier das neue Fotospiel (1. bis 6. April 2025)
Wer war es?
Wo war es?
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