MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Das Ende der Lügen

Von Peter Hesseler
Massa liess Alonso (hinten) später ziehen

Massa liess Alonso (hinten) später ziehen

Das Ende des Stallregie-Verbots hat etwas Gutes: Wir brauchen uns künftig keine Märchen mehr auftischen zu lassen.

Der Automobil-Weltverband verwirft das Verbot der Stallregie.

Das ist die Folge der eigenen Inkonsequenz. Ferrari praktizierte in Hockenheim 2010 einen Platztausch und hinderte damit [*Person Felipe Massa*] am Siegen. Ein Eklat. Eine Bestrafung gab es, abgesehen von 100.000 Euro, keine.

Seitdem wusste man, was ein manipulierter Wunschsieg (in diesem Fall für [*Person Fernando Alonso*]) ein Team kostet.

Tatsächlich jedoch hatte der Weltverband seine Regeln schon vorher immer wieder selbst unterwandert. Unvergessen ist in diesem Zusammenhang der Monaco-Grand-Prix 2008. Dort wurde Lewis Hamilton von McLaren-Mercedes dazu aufgefordert, den führenden Teamkollegen Fernando Alonso nicht zu attackieren.

Nach dem Doppelsieg der britischen Silberpfeile räumte der damalige Teamchef Ron Dennis vor laufender Kamera ein, man hätte doch die Fahrer nicht ohne Regieanweisung aufeinander hetzen können. Nein, so verrückt sei man nicht. Auch in der Türkei 2010 wurde Jenson Button aufgefordert, seine Fühler nicht so gierig nach Lewis Hamiltion auszustrecken, wieder seitens der McLaren-Führung.

Eine Aufgebung des Paragrafen 39.1 des FIA-Sportgesetzes, des Verbots der Stallregie, ist trotzdem in Ordnung, denn ob ein Fahrer den anderen freiwillig oder auf Anweisung hin vorbeigelassen hat, ist nicht zu beweisen. Es sei denn, die Regieanweisung ist so offensichtlich wie in Hockenheim 2010 («sorry, Felipe») oder wird öffentlich eingeräumt, wie 2008 in Monaco.

Der grösste Vorteil nun ist, dass wir nicht mehr belogen werden – allerdings auf Kosten des ein oder anderen Zweikampfs.

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