MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Kobayashi fährt für Japan

Von Peter Hesseler
Japans Sauber-Star Kobayashi ist besorgt

Japans Sauber-Star Kobayashi ist besorgt

Der Japaner hat sein im Notstand befindliches Heimatland besucht und will in Australien seinen Landsleuten mit einem guten Ergebnis Hoffnung machen.

Nach 5841 Vorbereitungskilometern mit dem Sauber C30-Ferrari und den Fahrern Kamui Kobayashi und Sergio Pérez fühlt sich das Sauber-Team gut gerüstet für den Saisonauftakt in Melbourne.

Doch Kamui Kobayashi hatte zunächst andere Sorgen. Der Japaner berichtet. «Ich war (nach dem Erdbeben mit anschliessendem Tsunami am 11. März) natürlich sofort in grosser Sorge um mein Heimatland und bin von dem Barcelona-Test nach Hause geflogen. Ich muss sagen, die Situation ist wirklich sehr, sehr schlimm. So viele Menschen sind umgekommen, viele sind obdachlos, ohne Essen und Wasser im kalten Winter, viele haben geliebte Menschen verloren. Es ist schwer zu begreifen, dass ein Szenario, das schlimmer ist als jeder Katastrophenfilm, Realität geworden ist. Wir müssen zusammenstehen, und wir brauchen Hilfe aus der ganzen Welt. Ich habe Angst, dass das ganze Land untergehen könnte, es ist einfach zu furchtbar. Seit dem Erdbeben und dem Tsunami werden die Nachrichten jeden Tag schlechter, es zeichnet sich derzeit gar nichts Gutes ab. Ich habe den Wunsch, etwas zu tun und zu helfen, aber tatsächlich kann ich alleine praktisch nichts ausrichten. Ich denke, das einzige, was ich zumindest in diesem Moment tun kann, ist mich auf den Saisonauftakt in Melbourne zu konzentrieren. Ursprünglich habe ich dem Rennen mit purer und grosser Freude entgegengesehen. Jetzt will ich unbedingt alles geben, um ein gutes Ergebnis einzufahren, das den Menschen in Japan vielleicht wenigstens ein kleines bisschen Hoffnung und eine positive Nachricht bringt.»

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