Formel 1: Max Verstappen ist baff

Yuki Tsunoda (18.): «Für alle ein Chaos»

Von Vanessa Georgoulas
Yuki Tsunoda

Yuki Tsunoda

Red Bull Racing-Aufsteiger Yuki Tsunoda schlug sich im 1. Suzuka-Training wacker und blieb nur knapp eine Zehntel langsamer als Max Verstappen. Im 2. Training fiel sein Rückstand grösser aus – und das aus gutem Grund.

Die Euphorie, mit der Yuki Tsunoda jedes Mal empfangen wird, wenn er sich im Fahrerlager von Suzuka blicken lässt, ist herzerwärmend. Der kleine Japaner, der vor seinem Heimspiel zum Red Bull Racing Team wechselte, ist selbst bei den kleinsten Fans im Paddock ein Superstar. Entsprechend viel Wirbel wird um das Debüt des 24-Jährigen aus der Präfektur Kanagawa gemacht.

Und Tsunoda enttäuschte die leidenschaftlichen Formel-1-Anhänger auf den Tribünen am 5,807 km langen Rundkurs nicht. Im ersten Training drehte er seine ersten 25 Runden im RB21 und blieb am Ende nur 107 sec langsamer als sein Teamkollege.

Im zweiten Training, das gleich vier Mal durch rote Flaggen unter- und letztlich auch abgebrochen wurde, kam er hingegen nicht über den 18. Platz hinaus. Das lag nicht etwa an der Leistung des WM-Zwölften des Vorjahres, sondern an den Zwangspausen, die verhinderten, dass er seinen letzten schnellen Versuch auf den weichen Reifen beenden konnte. Ganz zum Schluss war er dann auf den langsameren Medium-Walzen unterwegs.

Nach getaner Arbeit fasste Tsunoda für die japanischen Kollegen zusammen: «Es lief nicht schlecht, ich denke, die Richtung war positiv. Die langsameren Passagen waren eine Herausforderung. Zur Zeit probieren wir noch verschiedene Fahrzeugabstimmungen aus. Und ich muss mir jetzt noch alles anschauen.»

«Das Heck fühlte sich etwas nervös an», schilderte der Lokalmatador weiter. «Aber bisher war das nicht allzu schlimm. Ganz ehrlich, ich konnte nicht viel ausrichten, meine schnellste Runde drehte ich auf den Medium-Reifen, und ich ging dabei nicht einmal ans Limit. Das muss ich ändern.»

Später fügte Tsunoda auf Englisch an: «Heute war ganz okay, aber es hätte auch besser laufen können. Das erste Training fiel etwas besser aus als das zweite, und ich habe viel gelernt. Am Ende konnte ich wegen der vielen Unterbrechungen keine schnelle FP2-Runde drehen, aber ich denke, die zweite Session war für alle ein Chaos.»

«Insgesamt war es okay, und ich bin froh, dass ich Vertrauen ins Auto habe. Es fühlt sich etwas anders an als im Simulator, man spürt es etwas besser. Wir haben noch einige Arbeit vor uns und müssen noch eine Menge Daten auswerten», ergänzte der aktuelle WM-Dreizehnte.

2. Training, Suzuka

01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:28,114 min
02. Lando Norris (GB), McLaren, 1:28,163
03. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:28,518
04. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:28,544
05. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:28,559
06. George Russell (GB), Mercedes, 1:28,567
07. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:28,586
08. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:28,670
09. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:28,757
10. Carlos Sainz (E), Williams, 1:28,832
11. Alex Albon (T), Williams, 1:29,023
12. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:29,062
13. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:29,335
14. Esteban Ocon (F), Haas, 1:29,507
15. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:29,654
16. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:29,733
17. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:29,978
18. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:30,625
19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:30,845
20. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:31,659

1. Training, Suzuka

01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:28,549 min
02. George Russell (GB), Mercedes, 1:28,712
03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:28,965
04. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:29,051
05. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:29,065
06. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:29,172
07. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:29,222
08. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:29,225
09. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:29,284
10. Carlos Sainz (E), Williams, 1:29,333
11. Alex Albon (T), Williams, 1:29,392
12. Rio Hirakawa (J), Alpine, 1:29,394
13. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:29,536
14. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:29,547
15. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:29,708
16. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:29,758
17. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:30,023
18. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:30,077
19. Esteban Ocon (F), Haas, 1:30,123
20. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:30,147

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