MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Liam Everts (KTM): Vorwärts-Salto in Loket

Von Johannes Orasche
Liam Everts: Nach dem Crash war der Lenker verbogen

Liam Everts: Nach dem Crash war der Lenker verbogen

Der belgische Red Bull-KTM-Motocrosser Liam Everts musste beim Tschechien-GP der MX2-Kategorie in Loket vor den Augen der KTM-Bosse einen schmerzhaften Rückschlag hinnehmen.

Für Liam Everts lief es beim Motocross-Grand Prix in Loket alles andere als nach seinen Vorstellungen. Der 18-jährige Belgier hätte aufgrund des Ausfalls des Franzosen Thibault Benistant (Yamaha) in der Tabelle bereits auf P4 springen können, holte in Tschechien aber nur 19 WM-Punkte, was zu wenig war.

Dem nicht genug: Im ersten Lauf legte Everts vor den Augen von KTM-Renndirektor Pit Beirer und Berater Heinz Kinigadner nach der Startkurve mitten im Pulk einen heftigen Vorwärts-Salto hin, als er an das Hinterrad eines Konkurrenten geriet. Mit verbogenem Lenker und Problemen mit der Bremse kam der Sohn von Stefan Everts dann nur noch auf Rang 17. Im zweiten Rennen sprang für Everts auf der anspruchsvollen Naturstrecke immerhin P6 heraus.

«Ich hatte mit P3 ein starkes Quali-Rennen», erklärte Everts zum Samstag. «Am Start des ersten Laufes ist jemandem vor mir das Hinterrad ausgebrochen, dadurch hat es mir das Vorderrad weggezogen.»

Der Red Bull-KTM-Werksfahrer sucht aber die Schuld nicht bei den Gegnern: «Es war nicht die Schuld von irgendjemanden. Es war einfach nur schade. Ich habe hart mit dem Kopf am Boden aufgeschlagen und einige Zeit gebraucht, bis ich wieder auf dem Bike war.»

«Ich konnte dann noch ein paar Punkte holen, obwohl ich keine Vorderbremse mehr hatte. Im zweiten Rennen bin ich gut gestartet. Nach einem Fehler in der ersten Runde konnte ich wieder auf P6 fahren, wo ich dann auch geblieben bin», ergänzte Liam Everts.

Die Piste, auf der sein Vater Stefan große WM-Triumphe feierte, war Liam diesmal nicht gnädig. «Es war aber schade, weil ich spüre, dass viel mehr zu holen gewesen wäre. Jetzt schaue ich nach vorne auf den Heim-Grand Prix in Lommel. Es ist immer schön zu Hause zu fahren, aber ich werde wohl auch ziemlich eingespannt sein.»

Ergebnis MX2 Loket, 16. Juli:

1. Jago Geerts (B), Yamaha, 1-3
2. Simon Längenfelder (D), GASGAS, 4-2
3. Kay de Wolf (NL), Husqvarna, 3-4
4. Kevin Horgmo (N), Kawasaki, 2-9
5. Andrea Adamo (I), KTM, 13-1
6. Camden Mc Lellan (RSA), Honda, 6-5
7. Sacha Coenen (B), KTM, 5-7
8. Lucas Coenen (B), Husqvarna, 9-8
9. Marcel Stauffer (A), KTM, 11-10
10. Emil Weckman (FIN), Honda, 7-15
11. Liam Everts (B), KTM, 17-6
12. Rick Elzinga (NL), Yamaha, 10-13
13. Oriol Oliver (E), GASGAS, 14-12
14. Isak Gifting (S), GASGAS, 12-14
15. David Braceras (E), Kawasaki, 16-11
16. Roan van de Moosdijk (NL), Husqvarna, 8-29 (DNF)
17. Jan Pancar (SLO), KTM, 15-16
18. Ferruccio Zanchi (I), KTM, 32 (DNF)-17
19. Martin Venhoda (CZ), GASGAS, 30-18
20. Taylor Hammal (GB), KTM, 18-28
ferner:
23. Mike Gwerder (CH), KTM, 19-30 (DNF)

MX2-WM-Stand nach 12 Events:

1. Andrea Adamo (I), KTM, 531
2. Kay de Wolf (NL), Husqvarna, 496, (-35)
3. Jago Geerts (B), Yamaha, 491, (-40)
4. Thibault Benistant (F), Yamaha, 462, (-69)
5. Liam Everts (B), KTM, 447, (-84)
6. Roan van de Moosdijk (NL), Husqvarna, 433, (-98)
7. Simon Längenfelder (D), GASGAS, 390, (-141)
8. Lucas Coenen (B), Husqvarna, 372, (-159)
9. Kevin Horgmo (NOR), Kawasaki, 328, (-203)
10. Jan Pancar (SLO), KTM, 253, (-278)
ferner:
19. Marcel Stauffer (A), KTM, 52, (-479)
20. Mike Gwerder (CH), KTM, 45, (-486)

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