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Jacky Martens zum MXGP-Kalender: «So geht's nicht!»

Von Johannes Orasche
Jacky Martens

Jacky Martens

Der belgische Ex-Weltmeister und Motocross-Teambesitzer Jacky Martens spricht über Fehlplanungen im WM-Kalender und verkehrte Herangehensweisen der Macher.

Die Motocross-WM hat am Wochenende nach der kurzen Sommerpause im tschechischen Loket wieder Fahrt aufgenommen. Im Hintergrund brodelt es aber ordentlich, denn die privaten Teams im WM-Paddock müssen in Tagen wie diesen, extrem hohe Betriebs- und Fixkosten wegstecken.

JM-Honda-Boss Jacky Martens ist nicht happy - auch der Kalender sorgt beim Teamchef von Henry Jacobi einigermaßen für Irritationen: «Das ist alles nicht geplant. Früher sind wir einen Grand Prix in der Schweiz, danach in Österreich und in Italien gefahren. Dann kam die Skandinavien-Runde mit Schweden und Finnland. Jetzt reisen wir manchmal in Europa 3.800 Kilometer von einem Grand Prix zum nächsten.»

Für Privatteams wie seine JM-Truppe sind die teils extrem komplizierten Reisen trotz Honda-Support mehr als heikel für das Budget. Martens knurrt: «Youthstream will ja künftig sechs Übersee-Events, dazu 14 in Europa.» Der Belgier schlägt hingegen vor: «Es wären zwölf bis 14 Termine im WM-Kalender okay. Dazu könnte es dann an sechs weiteren Wochenenden freie Termine für Inter-Rennen geben. Jetzt fahren wir fast jede Woche einen Grand Prix!»

Der ehemalige 500er-Weltmeister Martens gibt zu bedenken: «Durch den dichten Kalender haben die anderen Veranstalter auch keine Chance mehr, gut besetzte Inter-Rennen zu organisieren. Das wird immer mehr aufhören. Dort holen sich aber junge Fahrer ihre ersten Erfahrungen und man kann auch Geld verdienen.»

Auch zur Saison-Planung von Promoter Infront hat Martens Ansätze: «Man muss einfach immer einen Plan B oder C haben. In der MotoGP reagiert man immer sofort auf Probleme der lokalen Veranstalter. In der MotoGP wussten alle bereits Wochen früher, dass es in Finnland Probleme gibt.»


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