Formel 1: Max Verstappen – alles für die Katz

Die Katze lernt das Laufen

Von Oliver Runschke
Noch lahmt die Katze etwas

Noch lahmt die Katze etwas

Nach dem desaströsen Saisonstart kommt der RSR-Jaguar XKR auf leisen Pfoten in die Gänge.

Die erste Saisonhälfte für JaguarRSR in der ALMS war jenseits von peinlich. Der XKR hatte seinen sechs Sekunden Rückstand über den Winter konserviert und fuhr selten länger als eine Handvoll Runden am Stück. Die Auftritte waren desaströs, entweder schlich der Jaguar um den Kurs oder stand in der Box. Das Jaguar das Projekt nicht aussetzte, grenzte an ein Wunder. Betont Teamchef Paul Gentilozzi doch stets gerne das es sich beim dem ALMS-Projekt um ein Werksengagement handelt.

Zehn Monate nachdem Gentilozzi den Jaguar vorgestellt hat, ist nun ein zarter Aufwärtstrend zu erkennen. Vor Saisonbeginn hatte Gentilozzi zusätzlich Expertise gesucht und Bill Riley eingekauft, dessen Engagement sich langsam auszahlt. Die Performance des Jaguar ist immer noch kein Anlass zu Jubelstürmen, allerdings beträgt der Rückstand des wuchtigen Coupés statt sechs jetzt nur noch streckenbedingt drei bis vier Sekunden. Dafür bekommt RSR aber langsam die Zuverlässig in den Griff. Die letzten beiden ALMS-Rennen in Lime Rock und Mid Ohio absolvierte der Jaguar ohne Muckser. In Lime Rock sahen Marc Goossens und Ryan Dalziel die Zielflagge als Neunte in der GT2, das gleiche Ergebnis gelang Paul Gentilozzi und Marc Goossens am Wochenende in Mid Ohio.

«Wir haben Fortschritte gemacht und konnten unseren Rückstand verringern, allerdings sind wir noch nicht zufrieden mit unserem Rennspeed», ist Jaguar Teamchef Paul Gentilozzi selbstkritisch. Marc Goossens sieht die Dinge ähnlich: «Wir haben uns in Mid Ohio verbessert, ohne das dies auf Lasten der Zuverlässigkeit geht.» Die Achillesverse des Jaguar in der ersten Saisonhälfte war die Elektronik, ein Problem das nach Angaben des Belgiers nun ausgemerzt ist. «Die grössten Fortschritte in den letzten Rennen haben wir bei ECU und der Traktionskontrolle gemacht, Motec hat uns dabei sehr unterstützt. Nun müssen wir an der Abstimmung arbeiten und eine bessere Balance finden.»

Als grösste Schwachstelle es XKR macht Goossens nun mangelnden Grip aus: «Im Vergleich zu unseren Konkurrenten haben wir sehr wenig Grip, aber dafür sind wir nicht schlecht auf der Bremse. Wir haben das Auto in einigen Punkten verbessert, aber wir haben noch einen langen Weg, wir brauchen einfach noch Zeit.» Fragt sich nur wie lange Jaguar das Trieben noch gutheisst, denn im GT2-Hexenkessel der ALMS entsprechen drei Sekunden ungefähr einer Reise zum Mond und zurück.

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