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Lucas Auer: Kommt F1-Chance schneller als erhofft?

Von Gerhard Kuntschik
Lucas Auer

Lucas Auer

Österreich ist seit dem letzten Auftritt von Christian Klien in Abu Dhabi 2010 ohne Formel-1-Fahrer. Doch die «Durststrecke» könnte 2017 zu Ende sein.

Denn die Folgen der jüngsten Entwicklungen in der Formel 1 waren auch beim DTM-Finale in Hockenheim Gesprächsthema. Der Wechsel von Nico Hülkenberg von Force India zu Renault öffnet einen begehrten Platz für die kommende Saison.

Nicht wenige Insider vermuten, dass Mercedes-Protégé Pascal Wehrlein zum Mercedes-angetriebenen Team Force India befördert werden könnte. Der Youngster und DTM-Champion des Vorjahres, derzeit bei Manor in seiner Rookie-Saison in der Formel 1, meinte dazu als Gast beim DTM-Finale in Hockenheim vielsagend: «Es kursieren immer viele Gerüchte. Aber in manchen steckt meist ein Körnchen Wahrheit.»

Und weil sich Renault neu aufstellen will und die aktuellen Fahrer Kevin Magnussen und Jolyon Palmer wohl ihre Cockpits räumen müssen, scheint Esteban Ocon die logische Wahl für den zweiten Platz neben Hülkenberg, womit wiederum auch das Mercedes-unterstützte Manor-Team fahrerlos wäre. Da könnte sich plötzlich für Lucas Auer eine Chance ergeben.

Sein Onkel und Mentor Gerhard Berger sagte kürzlich zu SPEEDWEEK.com: «Wenn Lucas in die Formel 1 kommen soll, braucht er konstante Leistungen im DTM und eine einflussreiche Persönlichkeit, die ihm hilft.»

So eine wäre Mercedes-Sportchef Toto Wolff, der mit Auer den dritten Mercedes-Youngster nach Wehrlein und Ocon in die Topklasse hieven könnte. Dann müsste Auer aber schon bei den Rookie-Tests nach dem Formel-1-Finale in Abu Dhabi eine Chance bekommen, seine ersten Runden zu drehen. Wolff bestätigte in Hockenheim nur einmal: Ja, Auer wird im DTM-Team 2017 einen Platz haben. Immerhin gewann er auf dem Lausitzring und holte drei Pole Positions. Auer selbst gab sich bedeckt: «Mein vorrangiges Ziel ist weiter, mich im DTM noch besser zu etablieren und konstant vorn mitzufahren.» Zu einem baldigen F1-Test wollte er nicht Stellung beziehen.

Hervorragend stehen jedenfalls die Chancen, das Duo Wolff/Niki Lauda auch nach 2017 auf dem Kommandostand beim Weltmeisterteam Mercedes zu sehen. «Wir verhandeln gerade unsere Vertragsverlängerungen, es sollte alles bald erledigt sein«, bestätigte Wolff in Hockenheim.

Da sich Mercedes bis 2020 in der Formel 1 verpflichtet hat, werden wohl auch die neuen Verträge der Wiener bis dahin laufen. Außerdem sind ja beide Miteigentümer des Formel-1-Rennstalls: Wolff gehören 30, Lauda zehn Prozent. Was sollten sie also anderes tun als weiter für sich selbst zu arbeiten – und Erfolge einzufahren?

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