Audi verkauft nun teilweise seine LMP-Prototypen

Der Audi R18 e-tron quattro von 2012
Im Jahre 1999 stieg Audi in den internationalen Prototypensport ein und prägte im Anschluss eine ganze Epoche. Zwischen 2000 und 2014 gewann Audi insgesamt 13 Mal die legendären 24 Stunden von Le Mans. Etliche weitere Triumphe gab es überall auf dem Globus zu feiern. Doch nach der Saison 2016 war Schluss mit dem Erfolgsprogramm - und jetzt wird das Tafelsilber verschleudert.
Denn Audi bietet nun erstmals einige seiner LMP-Prototypen aus den früheren Werksport-Programmen als exklusive Objekte im fahrfähigen Zustand an. Dazu wurde ein Projektteam mit dem Namen «Audi Sport Racing Legends» installiert, das die Autos mit Herstellerkompetenz wieder entsprechend aufbauen will. Zu Jahresmitte soll das erste Exemplar übergeben werden.
«Wir bauen diese Chassis zusammen mit überholten Teilen der damaligen Zeit zu Rennfahrzeugen nach strengen Maßstäben und mit hoher Kompetenz wieder neu auf», erläutert Rolf Michl (Geschäftsführer der Audi Sport GmbH). «Teilweise sind sogar die Entwickler aus dieser Epoche an den aktuellen Projekten beteiligt. Unsere Kunden werden Teil eines erlesenen Kreises, kommen in den Genuss unseres Motorsport-Know-hows und erhalten eine umfassende Betreuung.»
Interessierten Kunden wurden gestern in Neuburg an der Donau bereits Fahrzeuge vorgeführt. Darunter auch das Chassis 207 des Audi R18 e-tron quattro, mit dem Romain Dumas, Loïc Duval und Marc Gené 2012 in Spa-Francorchamps das WEC-Rennen gewinnen konnten.