MotoGP: VR46-Team ist nicht einverstanden

Carlos Sainz: Ferrari-Strategie nach Prinzip Hoffnung

Von Mathias Brunner
Carlos Sainz in Abu Dhabi

Carlos Sainz in Abu Dhabi

​Ungewöhnliches Vorgehen der Rennstrategen von Ferrari: Carlos Sainz (Startplatz 16) wurde auf harten Reifen losgeschickt – die Fachleute am Kommandostand rechneten mit einer Safety Car-Phase. Aber die kam nie.

Singapur-Sieger Carlos Sainz musste von Startplatz 16 ins WM-Finale von Abu Dhabi, nachdem der Spanier zur Blamage von Ferrari schon im ersten Quali-Segment ausgeschieden war.

Die Italiener setzten daraufhin auf eine ungewöhnliche Strategie: Sie schickten den Madrilenen auf harten Reifen ins Rennen, weil sie auf eine Einstoppstrategie mit Einsatz des Safety-Cars setzten.

Aber eine volle Safety Car-Periode wollte und wollte nicht kommen, irgendwann hatten die Reifen am Auto von Sainz genug, und die Italiener gaben dem Fahrer nochmals harte Reifen. Damit war klar, dass Carlos so oder so einen zweiten Stopp brauchen würde, denn im Formel-1-Reglement ist verankert, dass in einem Grand Prix zwei verschiedene Gummimischungen verwendet werden müssen.

In Runde 57 von 58, inzwischen war klar, dass wohl kein Safety-Car mehr auftauchen würde, kam also Sainz für den zweiten Stopp herein, damit sackte er aus den Top-Ten auf Platz 18 ab, der Konstrukteurs-Titel für Ferrari war dahin, Sainz selber rutschte in der Fahrer-WM ab auf Schlussrang 7.

Sainz verteidigt das Vorgehen der Ferrari-Strategen so: «Wir hatten von diesem Startplatz aus nichts zu verlieren. Ein Start auf hart war richtig, um einen Einstopper umzusetzen.»

«Aber wie so oft in diesem Jahr hatte ich auf harten Reifen alle Hände voll zu tun. Ich befand mich hinter Gegnern, der Wagen rutschte zu stark, unsere Rechnung ist nicht aufgegangen. Wir blieben dann so lange als möglich auf der Bahn, um noch auf eine Safety Car-Phase zu hoffen, aber die kam eben nicht.»

Abu Dhabi-GP, Yas Marina Circuit

01. Max Verstappen (NL), Red Bull, 1:27:02,624 h
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +17,993 sec
03. George Russell (GB), Mercedes, +20,328
04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +21,453
05. Lando Norris (GB), McLaren, +24,284
06. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +31,487
07. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +39,512
08. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +43,088
09. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +44,424
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, + 55,632
11. Daniel Ricciardo (AUS), AlphaTauri, +56,229
12. Esteban Ocon (F), Alpine, +1:06,373 min
13. Pierre Gasly (F), Alpine, +1:10,360
14. Alex Albon (T), Williams, +1:13,184
15. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1:23,696
16. Logan Sargeant (USA), Williams, +1:27,791
17. Guanyu Zhou (RCH), Alfa Romeo, +1:29,422
18. Carlos Sainz (E), Ferrari, +1 Runde
19. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
20. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde

WM-Schlussstand (22 WM-Läufe, 6 Sprints)

Fahrer
01. Verstappen 575 Punkte
02. Pérez 285
03. Hamilton 234
04. Alonso 206
05. Leclerc 206
06. Norris 205
07. Sainz 200
08. Russell 175
09. Piastri 97
10. Stroll 74
11. Gasly 62
12. Ocon 58
13. Albon 27
14. Tsunoda 17
15. Bottas 10
16. Hülkenberg 9
17. Ricciardo 6
18. Zhou 6
19. Magnussen 3
20. Lawson 2
21. Sargeant 1
22. De Vries 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 860 Punkte
02. Mercedes 409
03. Ferrari 406
04. McLaren 302
05. Aston Martin 280
06. Alpine 120
07. Williams 28
08. AlphaTauri 25
09. Alfa Romeo 16
10. Haas 12

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Dr. Helmut Marko: «Das Update muss greifen»

Von Dr. Helmut Marko
Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko analysiert exklusiv für SPEEDWEEK.com das GP-Wochenende auf dem Silverstone Circuit und spricht auch über die Red Bull Junioren und das anstehende Rennen auf dem Hungaroring.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Di. 16.07., 10:00, Hamburg 1
    car port
  • Di. 16.07., 13:10, Motorvision TV
    Monster Jam Championship Series
  • Di. 16.07., 15:00, Motorvision TV
    Icelandic Formula Off-Road
  • Di. 16.07., 15:25, Motorvision TV
    Superbike: Australian Championship
  • Di. 16.07., 16:15, Hamburg 1
    car port
  • Di. 16.07., 16:20, Motorvision TV
    Motorradsport: FIM Enduro World Championship
  • Di. 16.07., 16:50, Motorvision TV
    Superbike: Australian Championship
  • Di. 16.07., 17:00, Eurosport 2
    Motorsport: FIA-Langstrecken-WM
  • Di. 16.07., 17:40, Motorvision TV
    FIM E-Explorer
  • Di. 16.07., 18:10, Motorvision TV
    FIM Sidecarcross World Championship
» zum TV-Programm
6