MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Formel 1 in Hockenheim: Ging die Rechnung auf?

Von Andreas Reiners
Nico Rosberg

Nico Rosberg

60.000 Fans hatten sich die Betreiber des Hockenheimrings für den Rennsonntag gewünscht, damit keine Verluste geschrieben werden. Unter dem Strich waren es «nur» 57.000 Zuschauer.

Mehr als vor zwei Jahren zwar, doch die Rechnung, sie ging nicht ganz auf. Die schwarze Null? Ein Stück entfernt, auch wenn die Betreiber mit einigen Aktionen die Fans ins Boot geholt hatten. Die verbreiteten im Motodrom durchaus Stimmung.

Sebastian Vettel war zumindest begeistert. «Das war der beste Heim-Grand-Prix, den ich jemals gefahren bin. Es war toll. Von der Atmosphäre her und gemessen daran, wie viele Leute gekommen sind, war es eines der besten Rennen. Ungeachtet dessen, dass ich Deutscher bin und trotz aller Zweifel im Vorfeld», sagte der Ferrari-Pilot.

Das Problem: Die Veranstalter müssen eine fixe Summe an Chefpromoter Bernie Ecclestone zahlen. Für Hockenheim ist von zwölf bis 15 Millionen Euro die Rede. Durch das gesunkene Interesse gibt es kaum noch Möglichkeiten, dieses Geld wieder reinzuholen. Aus finanziellen Gründen fiel 2015 der Deutschland-GP auf dem Nürburgring aus. Der wäre 2017 wieder an der Reihe.

Sollte es erneut nicht klappen, würde der Hockenheimring einspringen. Theoretisch. «2017 ist der Nürburgring an der Reihe. Dann sieht man weiter. 2018 haben wir einen Vertrag. Und bis 2019 fließt noch viel Wasser den Rhein runter», sagte Georg Seiler, Geschäftsführer des Hockenheimrings, der dpa. Man würde 2017 einspringen, «wenn der Nürburgring nicht kann und jegliches Risiko von uns genommen würde. Dann ja.» Wenn die Rechnung stimme, sei alles möglich.

Doch Seiler beschwerte sich auch, dass der Hockenheimring zwar den Austragungsort stellt, aber letztendlich andere an der Veranstaltung verdienen würden. Die Formel 1 gehöre nach Hockenheim, doch Geld drauflegen will man keines mehr, sondern das Rennen ohne finanzielles Risiko austragen. Bleibt die Frage, wie eine Risikoabdeckung aussehen soll. Seiler schlug vor, dass Hersteller, Sponsoren und das Land unterstützend eingreifen.

Der TV-Sender RTL kann mit der Rückkehr der Formel 1 nach Deutschland hingegen zufrieden sein. Im Schnitt 4,94 Millionen sahen das Rennen live beim Kölner Privatsender. Der Marktanteil betrug 31 Prozent, in der werberelevanten Zielgruppe waren es 25,9 Prozent.

2014 waren 4,83 Millionen Zuschauer live dabei, in den beiden Jahren davor allerdings 5,99 Millionen (2012) sowie 5,36 Millionen (2013). In dieser Saison ist der Deutschland-GP damit das zweitbeste Rennen für RTL nach dem Rennen in Monaco (5,81 Millionen).

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