MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Mexiko: Wo sich Pascal Wehrlein wohlfühlt

Von Gerhard Kuntschik
Pascal Wehrlein gewann schon in der letzten Saison in Mexiko

Pascal Wehrlein gewann schon in der letzten Saison in Mexiko

Pascal Wehrlein ist auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez der Mann, den es zu schlagen gilt. Allerdings tritt Der Deutsche nach seinem spektakulären Unfall im Saisonauftakt in São Paulo in einem Ersatzchassis an.

Porsches Formel-E-Duo beginnt in Mexiko-Stadt eine Amerika-Kurztournee. Denn nach dem zweiten Saisonlauf der Elektroserie am Samstag absolvieren Pascal Wehrlein und Antonio Felix da Costa Gastauftritte auf der Langstrecke – beim IMSA-Auftakt mit den 24 Stunden von Daytona (25./26. Jänner, davor «Roar»-Test am 18./19.).

Doch zuerst gilt das Augenmerk der Formel E auf der 2,63 Kilometer kurzen Variante des Stadtkurses, der nach den Rodríguez-Brüdern benannt ist. Und Wehrlein ist hier wohl der Fahrer, den es zu schlagen gilt: Mit zwei Siegen (2022 war es der erste für Porsche in der Formel E, noch dazu doppelt dank André Lotterer, und im Vorjahr) und einem zweiten Platz 2023 ist der 30-Jährige der erfolgreichste Fahrer der «Neuzeit» und löste den früheren Mexiko-Spezialisten Lucas di Grassi (Sieger 2017 und 2019 im Abt-Audi) ab.

Allerdings tritt Wehrlein nach seinem spektakulären Unfall im Saisonauftakt in São Paulo in einem Ersatzchassis an. Da Costa hingegen kommt nach seiner starken Vorstellung im (brasilianischen) Sambadrom als Tabellenzweiter ins (mexikanische) Autodrom. Der Portugiese war hier schon zwei Mal Zweiter. «Ich bin froh, in Mexiko wieder fahren zu können, denn der Unfall in São Paulo war heftig und ich trug einige Blessuren davon. Die Feiertage haben geholfen, mich zu erholen, sodass ich wieder angreifen kann. Abgesehen vom Unfall lief es in Brasilien gut, und ich konnte trotz keiner idealen Runde im Qualifying auf Pole fahren. Das macht uns zuversichtlich, zumal wir in Mexiko in der Vergangenheit oft stark unterwegs waren. Mein Dank geht an das Rescue-Team in São Paulo – und an unsere eigenen Leute, die meinen Porsche in Mexiko wieder startklar machen», erklärte Wehrlein.

Für da Costa ist Mexiko ein Lieblingskurs: «Mit den Fans, der Atmosphäre und der Streckenführung durch das Stadion gehört Mexiko für mich zu den besten Events der Saison. Es hat sich über die Jahre zu einem der beliebtesten Rennen bei den Teams entwickelt. Ich freue mich also extrem darauf. Abgesehen von den vergangenen beiden Jahren war ich in Mexiko immer stark und möchte diesmal wieder auf dem Podium stehen.»

Kiro-Porsche-Neuling David Beckmann ist ebenfalls Mexiko-Fan: «Die Strecke verlangt eine andere Strategie als zuletzt, aber unser Paket ist stark. Wir haben in Brasilien leider nicht die Punkte geholt, die wir verdient hätten. Die wollen wir nun nachholen.» Beim zweiten Porsche-Kunden Andretti stehen ebenfalls die ersten Saisonpunkte nach der Doppelnull in Brasilien im Fokus.

Ex-Champion Jake Dennis gewann hier 2023. «Die Feiertage mit der Familie waren schön, aber jetzt bin ich heiß aufs Racing», erklärte Neuzugang Nico Müller, «wir werden bereit sein. Die tolle Atmosphäre ist zusätzlicher Ansporn.» DS-Penske-Neuling Max Günther erzielte im Vorjahr als Vierter (mit Maserati) sein bestes Mexiko-Ergebnis und will nach der starken, aber unbelohnten Leistung in Brasilien einen Podestplatz.

Das Qualifying in Mexiko beginnt Samstag um 16.40 MEZ, das Rennen um 21 Uhr. In Deutschland sendet DF1 live, dazu gibt es wie auch in der Schweiz und Österreich den Livestream auf servustv.com mit Daniel Goggi und Daniel Abt. Im linearen TV zeigt ServusTV das Rennen ab 0.05 Uhr am Sonntag.

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