MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Jorge Martinez: «Valentino Rossi ist bewundernswert»

Von Mario Furli
Brünn 1996: Jorge Martinez, Valentino Rossi und Tomomi Manako

Brünn 1996: Jorge Martinez, Valentino Rossi und Tomomi Manako

Jorge «Aspar» Martinez landete beim ersten GP-Sieg von Valentino Rossi 1996 in Brünn auf Platz 2. Fast 24 Jahre später staunt der nunmehrige Teambesitzer über die Ausdauer des 41-jährigen MotoGP-Superstars.

Jorge Martinez begann seine WM-Karriere 1982 in der 50-ccm-Klasse, den ersten WM-Titel sicherte er sich 1986 in der 80-ccm-Kategegorie auf der Werks-Derbi. 1987 holte er seinen zweiten 80-ccm-Titel, er dominierte in diesem Jahr mit sieben Siegen klar. Den dritten 80-ccm-Titel gewann er 1988. Im selben Jahr entschied Aspar auch die 125er-WM mit Siegen bei neun von elf Grand Prix für sich. Damit war er der letzte Fahrer, der in einem Jahr zwei WM-Kronen für sich beanspruchte. Der Spanier setzte seine Karriere bis 1997 fort und feierte insgesamt 37 GP-Siege.

«Wie ist es möglich, dass es 23 Jahre her ist, seit ich [1997] zurückgetreten bin, und Rossi noch immer fährt, wenn er mich bereits 1996 in Brünn in der Klasse 125ccm besiegt hat? Das ist bewundernswert, dass ein 41-jähriger Kerl sich mit Fahrern wie Márquez herumschlägt», schwärmte Aspar kürzlich im Gespräch mit «DAZN» vom neunfachen Weltmeister. Übrigens: Der damals 17-jährige Rossi eroberte in Brünn – 0,245 Sekunden vor Martinez – seinen ersten von bisher 115 GP-Siegen.

Der inzwischen 57-jährige Spanier weiß aus eigener Erfahrung: «Wenn man älter wird, verliert man ein bisschen von der Aggressivität und man hat weniger Lust zu riskieren. Aus finanzieller Sicht geht es ihm sehr gut, er ist wohlhabend, hat ein Team in der Moto3 und Moto2, eine Academy… Er müsste kein Risiko mehr eingehen, aber Valentino ist Valentino.»

Martinez, der im Vorjahr in die virtuelle «MotoGP Legends Hall of Fame» aufgenommen wurde, ist selbst als Teambesitzer erfolgreich: Er gewann die 125er-WM als Teamchef mit Bautista, Talmacsi, Simón und zuletzt 2011 mit Terol.

Auch zum Thema Marc Márquez äußerte sich der vierfache Motorrad-Weltmeister: «Er entwickelt sich, im Vorjahr haben wir gesehen, dass er weniger aggressiv war und auch deshalb weniger gestürzt ist. Er bleibt der Fahrer, den es zu schlagen gilt, aber die Unbekannte sind die Bikes – man muss sehen, wer besser gearbeitet hat: In den Wintertests schien die Yamaha im Vergleich zu den anderen einen Schritt voraus.»

Martinez erwartet eine ausgeglichene MotoGP-Saison. «Ich glaube, dass am Ende der gewinnt, der am wenigsten Fehler macht», so seine Prognose.

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