MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Cairoli verletzt – ist das die WM-Vorentscheidung?

Von Kay Hettich
Tony Cairoli sieht den WM-Titel langsam entschwinden

Tony Cairoli sieht den WM-Titel langsam entschwinden

Während Jeffrey Herlings beim MXGP-Meeting in Frauenfeld zu einem GP-Sieg spazierte, verletzte sich sein Red Bull KTM-Teamkollege Tony Cairoli am Knie. Wer soll den Niederländer jetzt noch am Titelgewinn hindern?

Selbst ein mehr oder weniger gesunder Tony Cairoli war zuletzt nicht in der Lage, Jeffrey Herlings in der Gesamtwertung einzubremsen. Der 23-Jährige, der in Ottobiano verletzt fehlte, gewann einen GP-Sieg nach dem anderen ein und ließ Multi-Champion Cairoli keine Chance.

Der routinierte Italiener musste auf die Siegesserie seines Red Bull KTM-Teamkollegen eine Antwort finden und gewann in Frauenfeld das Qualifikations-Rennen, kam in den Finalrennen als Achter und Sechster aber mächtig unter die Räder. Bei einem Sturz im ersten Heat hatte sich der 32-Jährige das Knie verdreht.

«Ich wusste, dass ich Jeffrey folgen musste, um eine Chance auf den Sieg zu haben. In einer Sektion war ich zu schnell und flog über den Lenker ab. Sofort spürte ich, dass mit dem Knie was nicht stimmte, dazu war der Lenker verbogen und der Bremshebel vorne war abgebrochen», erklärte Cairoli.

In der Pause kühlte der tapfere Sizilianer das Knie mit Eis. «Perfekt fühlte es sich dennoch nicht an. Nach zwanzig Minuten war ich fix und fertig, weil ich eine ungewohnte Position auf dem Bike einnehmen musste», schilderte Cairoli enttäuscht. «Oberste Priorität hat jetzt aber, schnellstmöglich das Knie zu checken – hoffentlich kann ich die Saison ohne Probleme beenden.»

Jeffrey Herlings versucht seine Dominanz klein zu reden. «Um gegen einen neunfachen Weltmeister wie Tony und gegen die anderen Top-Piloten zu gewinnen, muss man mental und körperlich 100 Prozent auf der Höhe und im Kopf frei sein. Das ist enorm schwierig, aber die Siege belohnen einen dafür», sagte Herlings nach seinem mittlerweile elften (!) Doppelsieg. «Schon klasse, dass ich auf einer Piste, die mir nicht sonderlich liegt, beide Rennen gewinnen konnte. Jetzt stehen nur noch vier Meetings aus – an diesem Wochenende haben wir für die Meisterschaft entscheidendes erreicht.»

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