MotoGP: VR46-Team ist nicht einverstanden

Das A-Team: Als Antonio Cairoli zu KTM wechselte

Von Adam Wheeler
Erfolgsduo: Claudio De Carli mit Schützling Antonio Cairoli

Erfolgsduo: Claudio De Carli mit Schützling Antonio Cairoli

Der sechsfache Weltmeister Antonio Cairoli bleibt bis mindestens 2016 bei KTM. Ebenso wichtig wie das Motorrad ist für ihn aber auch das Team. Was 2009 beim Markenwechsel passierte.

Wie ein gewisser anderer bekannter Rennfahrer aus ltalien bevorzugt Antonio Cairoli eine vertrauenswürdige und starke Mannschaft um ihn herum. Deshalb wechselte der Sizilianer 2009 mit der ganzen Gruppe um seinen Förderer Claudio De Carli von Yamaha zu KTM. Teil 2 der grossen A-Team-Story.

Das sagen heute die Beteiligten über den Wechsel von Yamaha zu KTM, von blau zu orange:

Nazzareno Properzi, ehemaliger Chefmechaniker und jetziger Rennmechaniker: «Ich muss mich bei Tony bedanken, weil nach dem Ende der Yamaha-Ära hatte er sich entschieden, mit der ganzen Gruppe weiterzumachen. So sind wir alle zu KTM gegangen. Tony erkannte den Wert dieser Gruppe und dass es wichtig ist, mit denselben Leuten weiterzuarbeiten.»

Claudio De Carli, Förderer und MX1-Teammanager bei KTM: «Wir mussten eine Entscheidung fällen. Nach dem Treffen 2009 mit Yamaha, als sie uns das Ende der Zusammenarbeit eröffneten, sagte Tony ‹arbeiten wir entspannt weiter und gewinnen die WM. Dann bring mir ein gutes Angebot, so dass wir weiterhin zusammenbleiben können›. Schon ein paar Tage später hatten ein Treffen mit Pit Beirer und KTM sowie mit Red Bull. Wir wollten uns in diese Richtung orientieren, weil es ein guter Wechsel für das ganze Team schien und wir die Unterstützung von Red Bull dafür hatten. Red Bull wollte Tony auf jeden Fall weiter unterstützen. Pit hatte deshalb schon das Gespräch gesucht, als wir von unserem Schicksal mit Yamaha noch nichts wussten. Pit hat wirklich viel Anteil daran, dass der Wechsel passierte. Schon zuvor hatte er uns gesagt, dass die Türe jederzeit offen steht.»

Cairoli: «Es war nicht eine sehr schwierige Entscheidung. Ich wollte, dass es so kommt. Als die Angebote reinflatterten, habe ich mit Claudio gesprochen und wir haben versucht, jeden Deal nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Ich stand die ganze Zeit in Kontakt mit ihm. Ich stehe ihm so nahe, weil er mir schon geholfen hat, als ich ein Nobody war.»

De Carli: «Das Gute von Anfang an war, dass Tony sein Team mochte und ihm vertraute. Er wollte kein einziges Detail ändern. Pit hat dies erkannt und hat an dieses Sieger-Team geglaubt. Tony hat uns herausgefordert, und wir haben ihm mit der neuen 350 SX-F eine Herausforderung zurückgegeben. Er hatte das Vertrauen in unsere Entscheidung, den Wechsel zu machen. Es hätte für ihn ein Fehlschlag werden können und nicht funktionieren, aber das war es nicht.»

Riccardo Bonafede, Trainingsmechaniker, Cairolis Motorhome-Fahrer: «Wenn du neu beginnst, musst du alles wieder neu aufbauen. Aber Tony hatte bereits die nötigen Leute und die Unterstützung, die er brauchte.»

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