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Rentner Chaz Davies: Superbiker trifft Super-Endurist

Von Thorsten Horn
Chaz Davies (li.) mit Jonny Walker

Chaz Davies (li.) mit Jonny Walker

Außer, dass beide super sind, haben Superbiker und SuperEnduro-Fahrer nicht viel gemeinsam. Sehr wohl aber interessieren sie sich gegenseitig. Dazu besuchte Chaz Davies das SuperEnduro-WM-Finale in Riesa.

Allzu viel artfremde Prominenz hatte man bisher bei der SuperEnduro-WM nicht getroffen. Als am vergangenen Wochenende Chaz Davies beim SuperEnduro-WM-Finale in der SACHSENarena Riesa auftauchte, staunte so mancher nicht schlecht.

Natürlich wollte der wissbegierige Autor für SPEEDWEEK.com erfahren, wie es zur Stippvisite des Supersport-Weltmeisters von 2011 sowie dreifachen Superbike-Vizeweltmeisters kam. «Ich war schon mal bei kleineren SuperEnduro in Spanien, aber bei der SuperEnduro-Weltmeisterschaft war ich das erste Mal», antwortete der 35-jährige Waliser. «Das ist alles sehr beeindruckend. Ich besuchte meine Kumpels Jonny Walker und Billy Bolt und verfolge sie und SuperEnduro schon seit einigen Jahren. Bisher hat sich nie die Gelegenheit ergeben, dass ich mir das mal live anschaue. Solange ich selbst in der Superbike-WM aktiv war, hatte ich nie die Zeit dazu, aber jetzt hat es geklappt.»

Eigentlich weilte Davies in der deutschen Hauptstadt und machte nur einen zusätzlichen Abstecher nach Sachsen. «Ich mag Berlin und bin derzeit gerade für ein paar Nächte dort. Da war es eine gute Gelegenheit für mich, nach Riesa zum SuperEnduro zu kommen. Ein Ex-Superbike-Fahrer zu sein, hat auch ein paar Vorzüge, zum Beispiel, dass ich machen kann, was mir Spaß macht und was ich machen will», erklärte er seine aktuelle Lebenssituation.

Ganz ohne Racing lebt er deswegen aber nicht. «Ich bin jetzt nicht mehr Stand-by. Man sollte zwar niemals nie sagen, aber ich denke, das mit dem Rennen fahren ist endgültig vorbei. Ich bin als Riding-Coach für das Ducati-Werksteam mit den beiden Superbike-Fahrern Alvaro Bautista und Michael Rinaldi sowie Nicolo Bulega in der Supersport-WM glücklich. Meine Aufgabe ist es auch, ihnen in allen Situationen, die das Racing und das Leben als Rennfahrer betreffen, zu helfen. Wie gesagt, meine aktuelle Situation gibt mir ein bisschen mehr Freizeit, auch andere Dinge des Lebens zu genießen. Mein ganzes Leben bestand nur aus Racing, und wenngleich ich keine Rennen mehr fahre, bin ich weiter im Business und mit meiner neuen Aufgabe glücklich.»

Offroad-Erfahrungen hat auch Chaz Davies: «Ich bin während meiner ganzen Karriere nebenher Motocross, Supermoto und Flattrack gefahren. SuperEnduro aber nie. Motocross ist durch die Sprünge für einen Straßenrennfahrer schon ziemlich gefährlich, aber SuperEnduro ist noch einmal einen Zahn schärfer. Es ist zwar etwas langsamer, aber sehr speziell. Man benötigt eine Trial-Ausbildung, aber so etwas habe ich nicht. Vielleicht bringt SuperEnduro auch einem Superbike-Fahrer etwas, aber ich denke das Verletzungsrisiko ist zu groß. Ich bin zwar schon mit Jonny Walker Motocross gefahren und habe mich auch mal beim Trial versucht. Aber Trial muss man von Kindheit an lernen. Bei mir wird das nichts mehr.»

 


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