MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Christopher Eder: «Habe alles auf eine Karte gesetzt»

Von Helmut Ohner
Im Vordergrund Christopher Eder mit seiner Ehefrau Veronika

Im Vordergrund Christopher Eder mit seiner Ehefrau Veronika

Dreimal gewann der österreichische KTM-Pilot Christopher Eder die tschechische Meisterschaft, doch seinen Sieg in der Klasse 125GP beim Straßenrennen in Horice stellt er über alle seine bisherigen Erfolge.

Den Grundstein für ein gutes Ergebnis beim Straßenrennen in Horice legte Christopher Eder im Qualifying für das Rennen der Klasse 125GP/Moto3. Hinter dem Favoriten Patrik Kolar und Michal Savinkov markierte der KTM-Pilot die drittschnellste Zeit. «Ein Startplatz in der ersten Reihe war wichtig für mein Selbstvertrauen gut und natürlich auch, damit Kolar nicht in den ersten paar Runden vom Feld Reißaus nehmen kann.»

«Das Rennen verlief typisch für unsere Klasse. Es gab unzählige Überholmanöver, auch an teilweise unmöglichen Stellen, aber es blieb immer fair zwischen Kolar, Savinkov, Steffen Grämer und mir», betonte der Österreicher, der für den MRSC Gunskirchen an den Start geht.

«In der vorletzten Runde sind wir an einer ungünstigen Stelle auf einen zu überrundeten Fahrer aufgelaufen. Von Platz 3 konnte ich in einem Aufwaschen Kolar und Grämer überholen. Danach habe ich alles auf eine Karte gesetzt, um das Rennen in Horice endlich zu gewinnen. Meine KTM war im Bergauf-Stück Richtung Start und Ziel extrem schnell, das hat mir natürlich auch geholfen», erzählte der überglückliche Wiener gegenüber SPEEDWEEK.com.

«Was für ein großartiger Tag», strahlte Eder. «Ich kann es kaum in Worte fassen. Die Gefühle, ein so wichtiges Straßenrennen gewonnen zu haben, sind durch nichts zu ersetzen. Ich wollte in meiner Karriere immer schon einmal in Horice auf der obersten Stufe des Siegespodests stehen. Für mich ist dieser Sieg mehr wert als meine drei Titeln in Tschechien, vor allem deshalb, weil es das letzte richtig gute Rennen für die 125GP/Moto3-Klasse in Europa ist.

Ergebnis 125GP/Moto3
1. Christopher Eder (A), KTM, 9 Runden in 23:09,809 min. 2. Steffen Grämer (D), Aprilia, 0,720 sec. zur. 3. Michal Savinkov (CZ), +1,539 sec. 4. Chris Meyer (D). 5. Patrik Kolar (CZ). 6. Oldrich Podlipny, alle Honda. Schnellste Runde: Eder in 2:32,203 min.

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