Superbike-WM: Toprak spricht Drohung aus

FIA GT Series: In Baku dreht sich kein Rad

Von Oliver Runschke
Die Strecke ist wie erwartet nicht fertig: In Baku verschiebt sich der Beginn des freien Training um mindestens vier Stunden.

Die Einwohner von Baku können den herrlich sonnigen Samstagmorgen in aller Ruhe geniessen und werden dabei nicht von Motorenlärm gestört. Wie nicht anders zu erwarten, dreht sich auf dem neuen, vier Kilometer langen Strassenkurs in der Hauptstadt von Aserbaidschan beim Finale der FIA GT-Series noch kein Rad. Der für 09:00 Uhr Ortzeit geplante Start des ersten freien Trainings wurde erst auf 10:00 Uhr, dann auf 11:00 Uhr verschoben. Mittlerweile hofft man, dass es um 13:00 Uhr (10:00 Uhr MESZ) vielleicht losgehen könnte. 

Die Strecke, an der die komplette Nacht hindurch gearbeitet wurde, ist noch nicht fertig oder birgt Gefahren, die der Rennleiter Oliver Grodowski beseitigt haben will. Besonders die enge erste Schikane sorgt weiter für Diskussionen und soll komplett verändert werden. Über Nacht hat sich noch eine zweite Baustelle in Form in einer weiteren brisanten Schikane aufgetan. Die neu errichtete Schikane vor der Boxeneinfahrt und Start-Ziel sorgt für neuen Zündstoff. «Die Schikane ist brandgefährlich», sagt McLaren-Pilot Andreas Zuber nach erster in Augenscheinnahme. «Wir kommen dort ziemlich schnell an und dort steht eine Betonmauer, die nur mit einer Reihe Reifenstapel gesichert ist.»

Die Probleme mit der Strecke sind hausgemacht: Der Streckenverlauf wurde während des Aufbaus in den vergangenen Tagen nicht oder nur halbseitig für den normalen Verkehr gesperrt. Selbst die Schleifen der Zeitnahme wurden während des laufenden Stadtverkehrs in die Fahrbahn gefräst und gelegt. Die letzte Schikane, die jetzt Anlass zu Diskussionen gibt, konnte so erst in der Nacht zu Samstag errichtet werden und entsprechend erst am Samstagmorgen inspiziert werden. Alles wird auf den letzten Drücker fertig, für Verspätungen gibt es keine Puffer, denn das Rennprogramm wurde von drei auf zwei Tage gekürzt.

Aufgrund der grossen Verspätung wird nun der Zeitplan, der derzeit neu erstellt wird, spannend. Neben zwei 80-minütigen Trainings ist für Samstag auch noch das Qualifying geplant. Und um kurz nach 17:00 Uhr wird es Dunkel in Baku.

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