Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Sergio Pérez im Fokus: «Geht in die falsche Richtung»

Von Andreas Reiners
Sergio Pérez hebt nach der Kollision ab

Sergio Pérez hebt nach der Kollision ab

Für Sergio Pérez verlief der Mexiko-GP desaströs. Der Mexikaner hat Lewis Hamilton im Nacken, und ausgerechnet jetzt läuft es für ihn «in die falsche Richtung», wie Timo Glock analysiert.

Die Situation von Sergio Pérez ist keine einfache. Zwar erhält er die verbale Rückendeckung der Verantwortlichen von Red Bull Racing. Selbst nach dem selbst verschuldeten Aus beim Heim-GP in Mexiko gab es von Motorsportberater Helmut Marko ein Lob für die sonstige Leistung am Rennwochenende.

Doch natürlich ist die Lage alles andere als ideal, weil parallel nun auch Daniel Ricciardo anfängt zu performen. Er wäre eine naheliegende Option, wenn es um einen Ersatz für Pérez geht.

«Für Sergio Perez ist das Worst-Case-Szenario vor heimischem Publikum eingetreten», schrieb der frühere Formel-1-Pilot Timo Glock in seiner Sky-Kolumne.

Er kritisiert den Mexikaner für den Versuch, in der ersten Kurve außen an Charles Leclerc vorbeizukommen, obwohl drei Autos nebeneinander waren. «Das Manöver hätte vermieden werden können. Er wusste, dass er zu dritt in Kurve eins reingeht. Dann darf er nicht zu früh einlenken, er hat sich da verschätzt», so Glock.

Im Kampf um WM-Platz zwei rückt Lewis Hamilton im Mercedes immer näher. «Im WM-Kampf um Platz zwei hat er nur noch 20 Punkte Vorsprung auf Lewis Hamilton. Ein gutes Resultat in Mexiko hätte Perez Selbstvertrauen gegeben. Jetzt geht es genau in die falsche Richtung», so Glock weiter.

Für Hamilton gilt das Gegenteil, denn der Brite ist gut drauf. «Hamilton hat aktuell einen guten Weg gefunden, mit dem Auto umzugehen. Die Rennpace ist super. Daher wird es jetzt auch doppelt schwer für Perez in den letzten Rennen. Es liegt jetzt auch an seinem Nervenkostüm», so Glock.

Mexiko-GP, Autódromo Hermanos Rodríguez

01. Max Verstappen (NL), Red Bull, 2:02:30,814 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +13,875 sec
03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +23,124
04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +27,154
05. Lando Norris (GB), McLaren, +33,266
06. George Russell (GB), Mercedes, +41,020
07. Daniel Ricciardo (AUS), AlphaTauri, +41,570
08. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +43,104
09. Alex Albon (T), Williams, +48,573
10. Esteban Ocon (F), Alpine, +1:02,879 min
11. Pierre Gasly (F), Alpine, +1:06,208
12. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +1:18,982
13. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1:20,309
14. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +1:20,597
15. Guanyu Zhou (RCH), Alfa Romeo, +1:21,676
Out
Logan Sargeant (USA), Williams, Aufgabe
Lance Stroll (CDN), Aston Martin, Kollision
Fernando Alonso (E), Aston Martin, Aufgabe
Kevin Magnussen (DK), Haas, Aufhängung
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, Unfall

WM-Stand (nach 19 von 22 Grand Prix, inkl. 5 von 6 Sprints)

Fahrer
01. Verstappen 491 Punkte
02. Pérez 240
03. Hamilton 220
04. Sainz 183
05. Alonso 183
06. Norris 169
07. Leclerc 166
08. Russell 151
09. Piastri 87
10. Gasly 56
11. Stroll 53
12. Ocon 45
13. Albon 27
14. Bottas 10
15. Hülkenberg 9
16. Tsunoda 8
17. Ricciardo 6
18. Zhou 6
19. Magnussen 3
20. Lawson 2
21. Sargeant 1
22. De Vries 0 

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 731 Punkte
02. Mercedes 371
03. Ferrari 349
04. McLaren 256
05. Aston Martin 236
06. Alpine 101
07. Williams 28
08. AlphaTauri 16
09. Alfa Romeo 16
10. Haas 12


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