Offiziell: Alpine ersetzt Jack Doohan in Japan
Die Uhr tickt für Jack Doohan. Es gilt als offenes Geheimnis in der Königsklasse, dass der Sohn des legendären Motorrad-Rennfahrers Mick Doohan früher oder später sein Alpine-Cockpit räumen muss. Um Platz zu machen für einen Alpine-Reservisten. Das wird schon jetzt wahr, allerdings nur für eine Stunde. Und auch nicht für Franco Colapinto.
Im ersten Training zum Grossen Preis von Japan am 4. April wird nicht Jack Doohan für Alpine fahren, sondern Test- und Ersatzfahrer Ryo Hirakawa (31).
Hirakawa, mit Toyota Le Mans-Sieger und Sportwagen-Weltmeister, tritt damit zum zweiten Mal in der Formel 1 an, im Rahmen eines GP-Wochenendes. Er hatte in Abu Dhabi 2024 in den ersten 60 Trainingsminuten den McLaren von Oscar Piastri bewegt.
«Ich freue mich irrsinnig auf meinen Einsatz im freien Training», sagt Hirakawa. «Das weckt Erinnerungen an meinen ersten Besuch eines Japan-GP, das war 2007, damals noch in Fuji. Unfassbar, dass ich nun im Rahmen meines Heimrennens antreten darf. Ich habe mich im Rennsimulator von Enstone ausgiebig vorbereitet.»
«Ich hoffe nur, das Wetter macht uns keinen Strich durch die Rechnung. Mein Ziel: Dem Team bei der Abstimmung helfen – und meine Stunde geniessen.»
Die erste Stunde in Suzuka zu verpassen, das macht die Aufgabe noch schwieriger für Jack Doohan. Der Australier sagt: «Ich kenne Suzuka aus der asiatischen Formel 3, aber mit einem Formel-1-Auto bin ich hier noch nie gefahren. Suzuka ist ein Kurs, auf welchem Risiko belohnt wird.»
Doohan will im vierten Rennen (nach Abu Dhabi 2024 sowie Australien und China 2025) die ersten Punkte für die Blauen einfahren. Bisheriges Highlight: Startplatz 14 in Melbourne und rang 13 in China (nach der Disqualifikation von drei Fahrzeugen, darunter der Alpine von Pierre Gasly).