MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Fred Vasseur über Ferrari: Knallharte Zwischenbilanz

Von Mathias Brunner
Lewis Hamilton, Fred Vasseur und Charles Leclerc

Lewis Hamilton, Fred Vasseur und Charles Leclerc

​Frédéric Vasseur, Teamchef von Ferrari, spricht vor dem dritten GP-Wochenende der Saison in Japan über den Stand der Dinge bei den Roten: «Bislang ist es uns zu wenig gelungen, das Potenzial des Autos zu nutzen.»

Verdammt lang her, der vorderhand letzte Ferrari-Sieg auf dem japanischen Traditionskurs von Suzuka: Der letzte Fahrer, der auf der herrlich gelegenen Rennbahn in Rot gewinnen konnte, war Michael Schumacher – vor 21 Jahren!

Ob Ferrari am dritten Formel-1-Wochenende der Saison ausgerechnet in Japan den ersten Grand Prix dieses Jahres gewinnen kann (nach dem Sieg von Hamilton im China-Sprint), muss mit einem fetten Fragezeichen versehen werden: zu stark sind die McLaren von Lando Norris, zu schwach ist Ferrari in entscheidenden Momenten.

Wegen strategischer Fehler im turbulenten Australien-GP und wegen der Disqualifikation nach dem China-GP von Lewis Hamilton (Bodenplatte zu stark abgenutzt) und Charles Leclerc (Auto untergewichtig), stehen die Italiener blamabel da: Superstar Hamilton nur WM-Neunter, der Monegasse Leclerc einen Rang dahinter, Ferrari in der Markenwertung Vierter, schon 61 Punkte hinter McLaren.

Teamchef Frédéric Vasseur sagt vor dem Suzuka-Wochenende: «Der Suzuka Circuit stellt sowohl an die Autos als auch an die Fahrer besondere Anforderungen. Wir alle im Team müssen uns mehr denn je auf uns selber konzentrieren.»

«Ziel ist es, Charles und Lewis zu ermöglichen, das volle Potenzial des SF-25 stets auszuschöpfen. Bisher ist uns das nur freitags und beim Sprint in China gelungen.»

Der 52-jährige Franzose weiss: «In der Formel 1 dreht sich alles um Details – von der Rennwochenend-Vorbereitung im Werk über die Umsetzung auf der Strecke bis hin zur Anpassung an wechselnde Bedingungen während des Rennens. Sobald uns das gelingt, werden wir eine klarere Vorstellung davon haben, wo wir stehen.»

China-GP, Shanghai International Circuit

01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:30:55,026 h
02. Lando Norris (GB), McLaren, +9,748 sec
03. George Russell (GB), Mercedes, +11,097
04. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +16,656
05. Esteban Ocon (F), Haas, +49,969
06. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +53,748
07. Alex Albon (T), Williams, +56,321
08. Oliver Bearman (GB), Haas, +1:01,303 min
09. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:10,204
10. Carlos Sainz (E), Williams, +1:16,387
11. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +1:18,875
12. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, +1:21,147
13. Jack Doohan (AUS), Alpine, +1:28,401
14. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +1 Runde
15. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +1
16. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1
Out
Fernando Alonso (E), Aston Martin, Bremsdefekt
Disqualifiziert
Charles Leclerc (MC), Ferrari, Auto untergewichtig
Pierre Gasly (F), Alpine, Auto untergewichtig
Lewis Hamilton (GB), Ferrari, Bodenplatte zu stark abgeschliffen

WM-Stand (nach 2 von 24 Grands Prix und 1 von 6 Sprints)

Fahrer
01. Norris 44 Punkte
02. Verstappen 36
03. Russell 35
04. Piastri 34
05. Antonelli 22
06. Albon 16
07. Ocon 10
08. Stroll 10
09. Hamilton 9
10. Leclerc 8
11. Hülkenberg 6
12. Bearman 4
13. Tsunoda 3
14. Sainz 1
15. Gasly 0
16. Hadjar 0
17. Lawson 0
18. Doohan 0
19. Bortoleto 0
20. Alonso 0

Konstrukteurspokal
01. McLaren 78 Punkte
02. Mercedes 57
03. Red Bull Racing 36
04. Ferrari 17
05. Williams 17
06. Haas 14
06. Aston Martin 10
08. Sauber 6
09. Racing Bulls 3
10. Alpine 0

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