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Mexiko-E-Prix: Oliver Rowland siegt vor Porsche-Duo

Von Gerhard Kuntschik
Porsche konnte im E-Prix von Mexiko die Stärke im Autódromo Hermanos Rodríguez fortsetzen, musste sich aber nach der Quali-Dominanz mit den Plätzen 2 und 3 begnügen. Oliver Rowland feierte seinen vierten Formel-E-Sieg.

Beim viertem Sieg von Oliver Rowland in der Elektroformel in Mexiko konnte der Tageszweite Antonio Felix da Costa die WM-Führung übernehmen. Alles hatte mit Startreihe 1 für Pascal Wehrlein (Pole wie in São Paulo) und da Costa nach einem fünften Porsche-Triumph auf 2200 Metern Höhe ausgesehen. Doch der schon im Vorjahr und im Auftakt im Dezember starke Brite aus Yorkshire hatte das bessere Ende für sich – weil er seinen letzten Boost dank Attack Mode fürs Finish aufsparte und im Finish in einer halben Runde drei Champions – Jake Dennis (Andretti-Porsche), Wehrlein und da Costa – überholen konnte.

«Ein Sieg in dieser tollen Atmosphäre vor 40.000 Fans macht mich überglücklich. Dabei war ich kurz wegen unserer Taktik frustriert, denn bei meiner ersten Attack-Mode-Aktivierung kam das Safety-Car auf die Strecke. Aber zum Glück hatte ich im Finish noch eine Minute Extrapower», erklärte Rowland. Im Jubel über seine Top-Leistung vergaß der Yorkshireman nicht auf aufmunternde Worte an seinen Performance-Ingenieur Asier Sebastian, der am Morgen mit akuter Blinddarmentzündung ins Spital gebracht werden musste.

«Ich dachte wirklich, wir können das heute gewinnen. Aber dann kam das Safety-Car und crashte unsere Party», meinte da Costa mit gemischten Gefühlen, fügte aber auch an: «Doppelpodium! Und mein zweites nach São Paulo, ich bin happy!»

Wehrlein, der in Quali und Rennen keinerlei Folgen seines schweren Unfalls in Brasilien erkennen ließ, war ebenfalls im Wechselbad der Gefühle: «Einerseits hätten wir wirklich gewinnen können, andrerseits bin ich froh, mich nach São Paulo so zurückgekämpft zu haben. Noch dazu mit einem neu aufgebauten Auto, dafür muss ich dem Team herzlich danken.»

Für den Porsche-Kunden Andretti brachte Mexiko nach der Doppelnull im Auftakt Erleichterung: Dennis verpasste zwar das Podium als Vierter knapp, bekam aber den Zusatzpunkt für die schnellste Runde. Und Nico Müller holte als Neunter die ersten Zähler in neuer Umgebung. David Beckmann zeigte im Kiro-Porsche lange Zeit auf und hatte eine Top-10-Platzierung in Griffweite, als er nach Kontakt mit Zane Maloney im Abt-Lola ausschied, was den Safety-Car-Einsatz auslöste. «Ich hatte im Finish starken Reifenverschleiß. Der Kontakt war eigentlich gering, aber er reichte aus, dass mein Rennen zu Ende war», sagte der junge Deutsche.

Die ersten Saisonpunkte holte Max Günther als Sechster unmittelbar hinter seinem DS-Penske-Kollegen Jean-Éric Vergne. «Trotz der nachlassenden Reifen war es ein positives Wochenende für uns. Ich bin mit unserem Speed in Qualifikation und Rennen zufrieden und auch damit, wie sich mein Verhältnis zum Team entwickelt. Im Auto fühle ich mich nach erst zwei Rennen immer besser», erklärte der Allgäuer.

Ein Desaster erlebten die Jaguar-Fahrer: Sowohl São-Paulo-Sieger Mitch Evans (gebrochene Aufhängung) und Nick Cassidy (12.) als auch die Envision-Jaguar von Robin Frijns (11.) und Sébastien Buemi (17.) blieben ohne Zähler.

Die Formel-E-WM wird am 14. und 15. Februar mit dem ersten Doppelwochenende und der Premiere auf dem Jeddah Corniche Circuit fortgesetzt. Dorthin reist da Costa (37) mit zwölf Punkten Vorsprung auf Evans und Rowland und 16 auf Teamkollegen Wehrlein. Porsche führt auch die Team- und Herstellerwertungen an.

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