MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Nach Sebring-Crash: SoD-Cadillac nicht in Long Beach

Von Oliver Müller
Da war noch alles gut: Der Cadillac DPi von SoD in Turn 1 auf dem Sebring International Raceway

Da war noch alles gut: Der Cadillac DPi von SoD in Turn 1 auf dem Sebring International Raceway

Beim dritten Lauf der amerikanischen IMSA-Serie auf dem Straßenkurs in Long Beach werden nur drei anstatt vier Cadillac DPi antreten. Das unglückliche Team Spirit of Daytona musste seinen Wagen vom Event abmelden.

Die diesjährigen 12 Stunden von Sebring waren für das Team 'Spirit of Daytona' eine regelrechte Achterbahn der Gefühle. Alles begann zunächst nach Plan. Tristan Vautier stellte den Cadillac DPi der Truppe aus Florida mit 1:47,432 Minuten auf die Pole-Position. Und auch der Startphase des Rennens konnte der französische Pilot in Führung liegend den Stempel aufdrücken. Trotz einer Drive-Through hielten sich Vautier und seine beiden Wagenpartner Matt McMurry und Eddie Cheever lll im weiteren Rennverlauf weiterhin in der Spitzengruppe auf und hatten gute Chancen auf den Sieg. Doch dann ereignete sich das Drama. Vautier übernahm ziemlich genau 105 Minuten vor Rennende den Cadillac von McMurry. Auf kalten Reifen kam er in Turn 17 auf eine schmutzige Stelle und crashte den DPi heftig in die Reifenstapel. «Es tut mir sehr leid für unsere Jungs, denn es war ein gewaltiger Unfall. Es wird eine Weile dauern, bis alles wieder repariert ist», entschuldigte sich Vautier direkt nach dem Rennen.

Inzwischen steht fest, dass die angesprochenen Reparaturarbeiten tatsächlich größerer Natur sind und das Team den nächsten IMSA-Lauf in Long Beach (13./14. April) sogar auslassen muss. «Leider bietet der Rennsport manchmal die höchsten Hochs und die tiefsten Tiefs. In Sebring haben wir beides erlebt. Wir sind sehr dankbar, dass Tristan beim Unfall nicht verletzt wurde. Unser Cadillac hat seinen Job getan, um den Fahrer zu schützen. Aber leider ist der Schaden am Auto sehr umfangreich. Somit werden wir aufgrund mehrerer Umstände nicht in der Lage sein, das Long-Beach-Event im April zu besuchen. Wir werden uns neu formieren und stärker denn je zurückkommen», stellt Teamchef Troy Flis klar.

Gerade da das Rennen in Long Beach auf einem engen Straßenkurs abgehalten wird, ist das Risiko eines weiteren Unfalls natürlich auch um einiges höher als auf einer normalen Rennstrecke. Das musste 'Spirit of Daytona' im Vorjahr leidvoll miterleben. Der damalige Pilot Renger van der Zande crashte den Prototypen des Teams im freien Training, was eine Beschädigung am Chassis zur Folge hatte und das Rennen als Folge ausgelassen werden musste.

'Spirit of Daytona' ist für die Saison 2018 gerade erst auf den Cadillac DPi gewechselt. Im Vorjahr begann das Team die IMSA-Saison zunächst mit den Riley LMP2 (Daytona, Sebring, Long Beach, Austin, Detroit, Watkins Glen, Mosport). Ab dem Rennen in Road America im August folgte dann der Wechsel auf den Ligier LMP2, mit dem in Laguna Seca sogar ein Sieg eingefahren wurde.

In der IMSA-Saison 2018 sind insgesamt vier Cadillac DPi am Start. Neben 'Spirit of Daytona' tritt auch 'Wayne Taylor Racing' als Ein-Wagen-Team auf. Dazu kommen noch zwei Fahrzeuge von 'Action Express Racing'.


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