MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

MV Agusta Brutale 1000 RR: 300 km/h ohne Verkleidung

Von Rolf Lüthi
Umfassend überarbeitet präsentiert MV Agusta die Brutale 1000 RR: Titanpleuel, neue Ansauggestaltung und neue Elektronik. 208 PS und mehr als 300 km/h sind eine Ansage.

Nach der Serie Oro genannten, limitierten Vorserie ist nun die Produktion der Brutale 1000 RR angelaufen. Der Reihenvierzylinder entspricht der neuesten Evolutionsstufe mit Semi-Trockensumpfschmierung, Titanpleueln, neuen Ventilführungen, neuer Kurbelwelle, überarbeiteten Nockenwellen und reibungsarmen Kolbenringen. Auch das Getriebe ist überarbeitet, läuft leiser und mit reduzierter Reibung.

Der Ansaugtrakt ist mit geänderten Ansaugtrichtern und acht Einspritzdüsen ausgestattet, vier davon als Duschdüsen mittig über den Ansaugschlünden. Gänzlich neu ist auch die Elektronik mit neuer Motorsteuerung mit vier Mappings, Gyrosensor und achtfach einstellbarer Traktionskontrolle. Die 4-1-4-Auspuffanlage steuert Arrow bei. Eine Besonderheit ist der LED-Scheinwerfer, der sein Lichtbündel in Kurvenfahrt abhängig von der Schräglage anpasst

Das Resultat dieser umfangreichen Überarbeitung kann sich sehen lassen: MV deklariert 208 PS bei 13.450/min und ein Drehmoment von 116,5 Nm bei 11.000/min. Damit hält die MV in Sachen Spitzenleistung mit der Ducati Streetfighter V4 mit. Wie die Ducati ist auch die unverkleidete MV mit seitlichen Flügelchen ausgerüstet, die bei Geschwindigkeiten ab 200 km/h der Entlastung der Motorradfront entgegen wirken sollen.

Das Chassis behält die MV-Mischkonstruktion mit Gitterrohr-Lenkkopf und Alustruktur für die Schwingenlagerung bei. Hinten ist eine Einarmschwinge mit Öhlins-Zentralfederbein verbaut, vorne eine USD-Gabel von Öhlins Typ Nix EC mit Titaniumnitrit-Beschichtung. Die Dämpfung der Federelemente wie auch des Lenkungsdämpfers ist elektronisch geregelt, nicht jedoch die Federvorspannung.

Für die Bremsen liefert Brembo mit der Produktelinie Stylema absolute Spitzenware, Bosch steuert das ABS Bosch 9 Plus mit Racemode bei. Über das fünfzöllige TFT-Farbdisplay wird auf die zahlreichen Einstellmöglichkeiten der Elektronik zugegriffen, ebenso kann mit der MV Ride App das Smartphone integriert werden. Ein Trockengewicht von 186 kg zeigt die MV-Waage an, das wären 6 kg weniger mehr die Ducati Streetfighter V4 und 8 kg mehr als die V4S.

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