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Tom Lüthi: Platz 18 wirft «die Gretchenfrage» auf

Von Waldemar Da Rin
Kalex-Pilot Tom Lüthi kam unter Flutlicht noch nicht in Schwung

Kalex-Pilot Tom Lüthi kam unter Flutlicht noch nicht in Schwung

«Wir konnten das Problem nicht anpacken», grübelte Tom Lüthi nach Platz 18 im Q2 von Doha/Katar. Vor dem ersten Moto2-Rennen der Saison 2020 liegt noch viel Arbeit vor dem Schweizer und seinem Liqui Moly Intact GP Team.

Den IRTA-Test in Jerez beendete Tom Lüthi noch auf Platz 1 und auch in Doha startete er am Freitag mit der FP1-Bestzeit verheißungsvoll in das erste GP-Wochenende des Jahres. Nach dem Q2 findet er sich aber nur auf dem 18. Startplatz (+ 1,148 sec) wieder.

Wie kann sich das Blatt so schnell wenden? «Das ist die Gretchenfrage, sagt es mir», entgegnete der 33-jährige Schweizer, der sich trotz der schwierigen Ausgangslage gut gelaunt zeigte. «Jerez ist im Gegensatz zu hier grundsätzlich eine komplett andere Strecke und vor allem die Gripverhältnisse sind anders. In Jerez konnten wir wirklich sehr gut arbeiten. Wir haben schon ab und zu kurz die falsche Richtung eingeschlagen, aber ich hatte ein Feedback und konnte sofort etwas dazu sagen. Mit dem Team war die Zusammenarbeit top. Auch hier funktioniert mit dem Team alles gut, aber das Problem ist einfach, dass das Motorrad nicht auf die Änderungen reagiert. Wir können das Problem, das wir mit diesen Gripverhältnissen haben, irgendwie nicht anpacken. Vor allem können wir es nicht lösen.»

Bereits beim Katar-Test am vergangenen Wochenende hatte der WM-Dritte des Vorjahres Mühe. «Es war über mehrere Tage so und jetzt war es eindeutig, das Quali war brutal», gab Lüthi zu. «Der Grip war besser, aber ich kann trotzdem nicht schneller fahren als gestern bei den heißen Bedingungen. Irgendwo haben wir ein Problem, das wir herausfinden müssen. Die Strecke war schnell, ich habe es auch gespürt, aber ich kann nichts machen.»

Weitere 15 Minuten hätten im Qualifying also nichts gebracht? «Nein, es hätte überhaupt nichts geändert. Auch ein weiteres Training ändert nichts», winkte der Kalex-Pilot ab. Auf ihn und sein Liqui Moly Intact GP Team wartet somit wieder viel Arbeit, nachdem die Mechaniker bereits nach den zwei Stürzen im FP2 eine Extra-Schicht einschieben mussten.

«Wir müssen verstehen, was das Problem ist. Wenn wir es verstehen, können wir dann auch anpacken, wo das Problem liegt, und es lösen. Diese Vorgehensweise muss jetzt einfach funktionieren», hofft Lüthi. «Es arbeiten alle hart daran, das Team probiert es hinzubekommen. Die Jungs arbeiten hart und ich versuche es auch zu verstehen. Wir konnten das Problem aber nicht anpacken.»

Katar-GP, Moto2, Q2:

1. Roberts, Kalex, 1:58,136 min
2. Marini, Kalex, 1:58,136 min
3. Bastianini, Kalex, 1:58,243 min, + 0,107 sec
4. Navarro, Speed Up, 1:58,316, + 0,180
5. Bendsneyder, NTS, 1:58,410, + 0,274
6. Gardner, Kalex, 1:58,457, + 0,321
7. Bezzecchi, Kalex, 1:58,513, + 0,377
8. Martin, Kalex, 1:58,532, + 0,396
9. Baldassarri, Kalex, 1:58,582, + 0,446
10. Vierge, Kalex, 1:58,626, + 0,490
11. Di Giannantonio, Speed Up, 1:58,640, + 0,504
12. Augusto Fernandez, Kalex, 1:58,683, + 0,547
13. Schrötter, Kalex, 1:58,706, + 0,570
14. Nagashima, Kalex, 1:58,738, + 0,602
15. Bulega, Kalex, 1:58,785, + 0,649
16. Canet, Speed Up, 1:58,795, + 0,659
17. Pons, Kalex, 1:59,136, + 1,000
18. Lüthi, Kalex, 1:59,284, + 1,148

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