Ab Mitte März läuft bei KTM die Produktion wieder an
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Bei KTM gehen die Lichter wieder an
Beim Sanierungsplan von KTM geht es ums Geld, genauer gesagt um Verbindlichkeiten in Höhe von 2 Milliarden Euro. Der Sanierungsplan, der am 25. Februar vom Gericht in Ried am Innkreis angenommen wurde, sieht vor, dass die Gläubiger bis Mai 2025 30 Prozent ihrer Forderungen erhalten werden. Das notwendige Kapital soll von 'strategischen Investoren' kommen. In diesem Zusammenhang wurde der indische Zweirad- und Automobilhersteller Bajaj genannt. Bajaj ist ein langjähriger Partner von KTM und seit 2007 auch Anteilseigner von KTM. Die Summe von 548 Millionen Euro muss nun bis spätestens 23. Mai 2025 beim Sanierungsverwalter hinterlegt werden, damit das Gericht Anfang Juni den Sanierungsplan bestätigen kann.
Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich überwiegend um Bankkredite, die nach den vorliegenden Erkenntnissen kaum durch Sicherheiten gedeckt waren. Die Banken sind neben den 1.800 Beschäftigten, die ihren Job verloren, der große Verlierer des KTM-Pokers. Die Banken müssen nun ihre Kredite in Höhe von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro abschreiben. Für sie war es am Ende eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Entweder hätten sie ihr gesamtes Kreditvolumen verloren, oder sie geben sich mit den angebotenen 30 Prozent zufrieden. Dem entsprechend zäh sollen die Verhandlungen abgelaufen sein. Am Ende stimmten aber auch die Banken dem Plan zu, was einen entscheidenden Schritt zur Rettung von KTM markiert.
Die Produktion am Stammsitz in Mattighofen, die seit Ende vergangenen Jahres eingestellt wurde, soll ab Mitte März 2025 wieder aufgenommen werden. Die dafür erforderlichen Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro sollen aus dem 'erweiterten Aktionärskreis' kommen. Innerhalb von 3 Monaten sollen die vier Produktionslinien Schritt für Schritt im Einschichtbetrieb wieder hochgefahren werden.
Am Abend des 25. Februar strahlten in Mattighofen orangefarbene Lichter in den Nachthimmel und symbolisierten damit den Neuanfang. KTM setzt auf eine neue Unternehmenskommunikation, die durch Kundeninteraktion inspiriert ist. KTM soll künftig mehr als nur eine Motorradmarke werden. Sie soll einen Lifestyle mit starkem Identifikationspotenzial definieren. Die neueste Kampagne 'Orange Blood' wurde bereits gestartet.