MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Aaron Plessinger (KTM) grübelt über Ernée

Von Thoralf Abgarjan
Aaron Plessinger mit der Startnummer 1 des Titelverteidigers vor der gewaltigen Zuschauerkulisse in Ernée

Aaron Plessinger mit der Startnummer 1 des Titelverteidigers vor der gewaltigen Zuschauerkulisse in Ernée

Team USA reiste als Titelverteidiger nach Ernée und hatte sich eine Podiumsplatzierung als Zielvorgabe gesetzt. Am Ende fiel Team 'stars & stripes' auf Platz 8 zurück. Beide US-Nationalfahrer wurden überrundet.

Es ist natürlich super cool, beim Motocross der Nationen mit der Startnummer 1 auf rotem Untergrund zu starten. Aber für einen Racer ist es die Höchststrafe, in einem Rennen überrundet zu werden – zumal mit der Startnummer 1 – so geschehen ist es Aaron Plessinger in Ernée am letzten Sonntag im entscheidenden dritten Rennen OPEN/MXGP.

Sowohl MXGP-Pilot Aaron Plessinger (KTM) als auch OPEN-Fahrer Christian Craig wurden von der Spitze überrundet. Plessinger kam auf Rang 18 ins Ziel, Craig auf P20. In der Mannschaftswertung fielen die Amerikaner von Platz 5 nach dem zweiten Rennen (OPEN/MX2) auf Platz 8 zurück. In der Klassen-Einzelwertung wurde Plessinger mit einem 5-18-Ergebnis Neunter. Craig wurde in der OPEN-Klasse mit einem 16-20-Ergebnis Achter. Craig sah sich beim MXoN einem enormen Erwartungsruck ausgesetzt: «Die Leute haben nicht gelogen, als sie meinten, dass man extremem Druck ausgesetzt ist.»

Hatten die Amerikaner also zu viel Druck, litten sie unter Jetlag, haben sie zu viele Rennen in den Knochen oder sind sie einfach nicht mehr konkurrenzfähig? Teamchef Roger DeCoster sieht die Probleme seiner Mannschaft ganz klar im dritten Rennen. «Nach dem zweiten Lauf hatten wir ja sogar noch Podiumschancen», stellt er fest. «Beim dritten Lauf ging dann einfach alles schief.»

«Ich bin mir nicht sicher, was im zweiten Lauf passiert ist», grübelt Plessinger. «Ich startete im Mittelfeld und ließ nach der Hälfte des Rennens massiv nach. Vielleicht haben die 32 Rennen, die wir dieses Jahr hatten, ihren Tribut gefordert. So eine Strecke habe ich zu Hause noch nicht erlebt. Fast überall blendete die Sonne und diese Jungs hier fahren wirklich hart. Es war total verrückt. Ich konnte die Spurrillen kaum sehen und es gab einige unorthodoxe Linien, aber ich konnte sie auf dieser Strecke einfach nicht finden. Im Großen und Ganzen können wir froh sein, dass wir in einem Stück wieder nach Hause fahren können. Es war trotzdem ein großartiges Gefühl, mein Land repräsentieren zu können. Schade, dass wir das Podium nicht erreicht haben, aber es war mein erstes Rennen im Ausland und es war ziemlich wild. Es bedeutet mir sehr viel, die USA hier vertreten zu haben. Jetzt gehen wir zurück, machen eine Pause und bereiten uns auf die Supercross-Saison vor.»

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