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Jonathan Rea über SBK-WM 2024: «Unter meinem Niveau»

Von Kay Hettich
Jonathan Rea

Jonathan Rea

Es war ungewohnt, Jonathan Rea in der Superbike-WM 2024 nicht konstant in den Top-5 kämpfen zu sehen. Es ist klar: Auf der Yamaha sahen wir einen sechsfachen Weltmeister unter seinen Möglichkeiten.

Seit 2015 hat Jonathan Rea die Statistik der Superbike-WM umgeschrieben. Die meisten WM-Titel (6), die meisten Siege (119), die meisten Podiumsplätze (264), die meisten schnellsten Rennrunden (104) und viele weitere Rekorde stellte der unscheinbare Nordire auf. Am erfolgreichsten war Rea mit Kawasaki, aber auch zwischen 2009 und 2014 mit Honda fuhr er in jedem Jahr Siege ein.

Nicht aber 2024 mit Yamaha: Kein Sieg, nur ein Top-3-Finish und in der Gesamtwertung abgeschlagen auf Position 13. «Insgesamt war das Jahr unter meinem Niveau, und ich war nicht dort, wo ich es erwartet hatte», betonte der 37-Jährige gegenüber der BBC. «Meine Erwartungen waren viel höher, nachdem ich zu Yamaha gekommen war, weil sie im Jahr davor so gut waren. Wir schienen einfach nicht in Fahrt zu kommen. Aber selbst in den schwierigen Momenten bin ich mit einer positiven Einstellung angetreten.»

Die Saison begann für Rea schon auf Phillip Island desaströs. Beim vorgelagerten Test musste er einen schlimmen Sturz verkraften, am Rennwochenende flog er dann im zweiten Lauf in derselben Kurve noch einmal heftig von seinem Motorrad. «Ich habe dabei viel Vertrauen eingebüßt und es hat einige Zeit gedauert, es wieder aufzubauen», gab Rea im Rückblick zu. «Es gab aber auch ein paar magische Momente, in denen ich es geschafft habe, mir die Pole-Position zu sichern, um Podestplätze zu kämpfen, auf dem Podium zu stehen und generell war meine Pace am Ende der Rennen so konkurrenzfähig wie die anderen.»

Auch wenn Yamaha insgesamt technisch ins Hintertreffen geraten ist: Natürlich wurden auch Fehler gemacht. «Als Team haben wir bei der Entwicklung viele verschiedene Richtungen eingeschlagen. Außerdem hatte ich manchmal das Gefühl, dass das Team und das Motorrad mir nicht ermöglicht haben, das Beste aus mir herauszuholen. Ich weiß, dass mein Potenzial viel höher ist, deshalb habe ich weiter gekämpft.»

Als Konsequenz aus dieser Erkenntnis bestand der Rekordweltmeister für kommende Saison auf einen neuen Crew-Chief.

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