Superbike-WM: Toprak Razgatlioglu sieht schwarz

Tom Sykes (Kawasaki) mit eiskaltem Händchen

Von Ivo Schützbach
Auf der Strecke ist Tom Sykes nicht anzumerken, dass er Schmerzen hat

Auf der Strecke ist Tom Sykes nicht anzumerken, dass er Schmerzen hat

Der Eisbeutel ist der treue Begleiter von Weltmeister Tom Sykes, seit er sich in Sepang an der Gashand verletzt hat. Doch auch so ist er bei der Superbike-WM in Portimão vorne dabei.

Vor knapp zwei Wochen gelang Tom Sykes in Misano das perfekte Wochenende: Startplatz 1, Siege in beiden Rennen, schnellste Rennrunde und Rundenrekord. Fit war der Kawasaki-Werksfahrer damals nicht und er ist es auch heute nicht. Nach jeder Trainingssession muss der Engländer seine rechte Hand kühlen, um die Schwellung gering zu halten.

Trotzdem beendete er die ersten beiden Qualifyings am Freitag als Zweiter, nur 0,047 sec hinter Aprilia-Star Marco Melandri. «Meiner Hand geht es viel besser als in Misano», versicherte Sykes gegenüber SPEEDWEEK.com. «Sie ist noch nicht perfekt, aber ich denke lieber positiv. Sie ist besser als in Misano, also bin ich glücklich.»

Wir können also mehr als dein perfektes Wochenende in Misano erwarten, frage ich scherzend. «Wir werden sehen», grinste der Champion. «Mein Start in das Wochenende war gut, ich fühle mich wohl auf dem Bike und wir konnten die Ninja in den ersten beiden Qualifyings stets verbessern – ich bin entspannt.»

Die Top-3 am Freitag, Melandri, Sykes und Rea, trennen nur 0,059 sec. Werden das auch deine Hauptgegner in den Rennen sein? «Das ist immer schwer zu sagen, weil man nie weiß, wer im Training welche Reifen und wie viele verwendet hat. Deshalb konzentrieren wir uns lieber auf unsere Arbeit. Fest steht aber, dass es auch einige andere Fahrer gibt, welche diese Strecke wirklich genießen. Einige Teams haben hier getestet, wir nicht. Das ist für mich aber kein Problem, ich bin hier schon genügend Runden gefahren.»

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