MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

WM-Leader Schlosser schnappt Payne Pole-Position weg

Von Helmut Ohner
Im allerletzten Abdruck schafften es Schlosser/Schmidt (Gustoil Sidecar Racing) ihren schärfsten WM-Konkurrenten Payne/Rousseau (Steinhausen Racing) die Pole-Position für die WM-Läufe in Oschersleben zu entreißen.

Nach dem ersten Qualifikationstraining wunderte sich der Schweizer Markus Schlosser (Gustoil Sidecar Racing) über die Zeiten, die sein britischer Konkurrent Harry Payne vom Team Steinhausen Racing und er mit den Reifen von Hoosier auf die Bahn gelegt hatten. Sie waren nur noch unwesentlich langsamer als mit den Avon, die bis Ende der vergangenen Saison verwendet wurden.

Bei wesentlich kühlen Temperaturen als am Vortag sah es im zweiten Zeittraining lange danach aus, als ob die Bestzeit von Harry Payne (Steinhausen Racing) Bestand haben könnte, doch wenige Minuten vor dem Trainingsende konnten sich Schlosser und sein deutscher Beifahrer Luca Schmidt doch noch entscheidend steigern. Mit 1:31,760 Minuten sicherten sich die WM-Leader die beste Ausgangsposition für die Rennen.

Für Payne und seinem französischen Passagier begann das Qualifying mit einem Rückschlag. Weil ihr Gespann nur auf drei Zylindern zu laufen schien, musste es zurück in die Box geschoben werden. Später klärte Mastermind Maik Steinhausen auf, dass Treibstoff in die Airbox gelaufen war. Die verbleibenden Minuten reichten den WM-Zweiten nicht mehr, um dem Angriff von Schlosser noch etwas entgegenzusetzen.

In der Magdeburger Börde setzte sich der Aufwärtstrend von Bennie Streuer/Kevin Kölsch fort. Die niederländisch-deutsche Paarung kommt im Laufe der Saison immer besser in Fahrt. Sie wird vor den Briten Tim Reeves/Mark Wilkes (Carl Cox Racing) von der zweiten Startreihe in die Rennen gehen. Startreihe 3 ist eine familiäre Angelegenheit. Am Freitagabend lagen Sam und Tom Christie (Hannafin Racing) noch hinter Pekka Päivärinta/Adam Christie (Hänni Racing), am Samstagmorgen drehten sie die Reihenfolge um.

Die Boxenmannschaft von Patrick Werkstetter/Valentin Pirat (Bonovo Action/Sattler Motorsport), die das erste Qualifying nach ihrem wilden Abflug im freien Training auslassen mussten, leistete in den Nachstunden ganze Arbeit. Der Seitenwagen, der im Heck komplett zerstört war, konnte rechtzeitig wieder einsatzbereit gemacht werden. Lohn der Mühen, immerhin Platz 13 in der Startaufstellung.

Ergebnis Seitenwagen-WM Oschersleben, Q1&2
1. Schlosser/Schmidt (CH/D), 1:31,760 min. 2. Payne/Rousseau (GB/F), 1:32,079. 3. Streuer/Kölsch (NL/D), 1:32,912. 4. Reeves/Wilkes (GB), 1:33,030. 5. S. Christie/T. Christie (GB), 1:33,209. 6. Päivärinta/A. Christie A. (FIN/GB), 1:34,102. 7. T. Peugeot/V. Peugeot (F), 1:34,125. 8. Ellis/Clément (GB/F), 1:34,251. 9. Wyssen/Salmon (CH/F), 1:35,114. 10. S. Laidlow/J. Laidlow (GB), 1:35,123. 11. Göttlich/Krieg (D), 1:35,210. 12. Williams/Janssens (GB/NL), 1:35,397. 13. Werkstetter/Pirat (D/F), 1:35,541. 14. Archer/Hofer (GB/CH), 1:35,769. 15. Leglisse/Cescutti (F), 1:36,026. 16. Venus/Sedlacek (D/CZ), 1:36,639. 17. Cable/Richardson (GB), 1:36,980. 18. Leguen/Rouby (F), 1:40,763. 19. Weekers/Moes (NL), 1:42,689. 20. R. Leijdekkers/C. Leijdekkers (NL), 1:43,360.

WM-Stand nach 8 von 12 Rennen
1. Markus Schlosser/Luca Schmidt (CH/D), 167 Punkte. 2. Harry Payne/Kevin Rousseau (GB/F), 160. 3. Sam Christie/Tom Christie (GB), 126. 4. Todd Ellis/Emmanuelle Clément (GB/F), 111. 5. Pekka Päivärinta/Adam Christie (FIN/GB), 87. 6. Bennie Streuer/Kevin Kölsch (NL/D), 83. 7. Ted Peugeot/Vincent Peugeot, 69. 8. Paul Leglise/Marjorie Cescutti (F), 49. 9. Lukas Wyssen/Ema Salmon (CH/F), 47. 10. Lennard Göttlich/Lucas Krieg (D), 42. Ferner: 14. Patrick Werkstetter/Valentin Pirat (D/F), 23. 16. Markus Venus/Ondrej Sedlacek (D/CZ), 12.

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