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Philipp Öttl: Düstere Prognose für die Kawasaki ZX-6R

Von Ivo Schützbach
Raffaele De Rosa sorgte beim Finale in Mandalika für den einzigen Kawasaki-Sieg in der Supersport-WM 2021. Die ZX-6R ist das älteste Bike in der Startaufstellung und die Konkurrenz dieses Jahr ist stark.

Seit 2017 wurde die Supersport-WM fünfmal in Folge von Yamaha gewonnen, letzter Weltmeister für Kawasaki war 2016 Kenan Sofuoglu. Den einzigen Sieg 2021 eroberte der Italiener Raffaele De Rosa beim Finale in Indonesien für die Grünen.

Trotzdem entschied sich De Rosas Orelac-Team, in der Supersport-Klasse von Kawasaki auf Ducati umzusteigen – das Vertrauen in die ZX-6R hat schwer nachgelassen.

Superbike-Aufsteiger Philipp Öttl fuhr 2020 und 2021 für Kawasaki in der Supersport-WM, eroberte elf Podestplätze sowie die Gesamtränge 3 und 5. Er kann sich ein Urteil über die Konkurrenzfähigkeit des Bikes erlauben.

«Schwer zu sagen, wo Kawasaki dieses Jahr mit dem Motorrad stehen wird», grübelte Öttl. «Sie fahren ja weiter mit der 600er und nicht der 636. Die Kawasaki ist ziemlich am Limit. Wenn nicht ein Wunder passiert, kannst du mit diesem Motorrad kein Rennen gewinnen. Ein Wunder wäre, wenn sich die normalen Podestkandidaten abräumen. Oder vielleicht kann man auch ein Regenrennen gewinnen. Aber wenn bei einem Europarennen alle Fahrer da sind…»

Zu den starken Yamaha R6 kommen dieses Jahr zwei MV Agusta F3 800, zwei Triumph Street Triple 765 RS und sieben Ducati 955 V2 dazu. Nur noch sechs Fahrer treten mit einer Kawasaki an, bis auf Can Öncü lauter Rookies in dieser Klasse. Der Türke zeigt bei den Wintertests starke Leistungen, er war im Vorjahr WM-Sechster und stand dreimal auf dem Podium. Ihm ist einiges zuzutrauen, dass er aber dauerhaft vorne fahren und um Siege kämpfen kann, bezweifelt Öttl.

«Den größten Dämpfer bekam ich letztes Jahr in Jerez», erzählte der Bayer SPEEDWEEK.com. «Da holte ich mir die Pole und ging davon aus, dass ich das Rennen gewinne. Dann kam ich aber mit zehn Sekunden Rückstand auf Sieger Aegerter ins Ziel. Ich bin an dem Tag brutal gut Motorrad gefahren und war mir sicher, dass das meine Chance ist, ein Rennen zu gewinnen.»

Die Nachteile der Kawasaki fasst der 25-Jährige so zusammen: «Es fehlt an Beschleunigung und Topspeed. Und an den Möglichkeiten, welche dir ein Ride-by-wire gibt, dass du die Motorbremse gut abstimmen kannst. Weil ohne das bringt dir die Stabilität der Kawasaki beim Bremsen, was sie von Haus aus sehr gut kann, nicht so viel. Wenn dir die Motorbremse deinen Vorteil nimmt und du beim Rausbeschleunigen auch noch einen Nachteil hast, dann hast du keine Chance gegen Teams wie Ten Kate und Evan Bros, die alles geben.»


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