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Rookie Adam Norrodin: «Honda-Potenzial viel höher»

Von Kay Hettich
Adam Norrodin in Portimao mit der Honda CBR600RR

Adam Norrodin in Portimao mit der Honda CBR600RR

In der Supersport-WM 2023 ist Adam Norrodin eine unbekannte Größe. Der Malaysier ist Rookie und fährt bei MIE Honda eine CBR600RR, deren Schlagkraft kaum seriös einzuschätzen ist.

Honda kehrt 2023 mit einer aktualisierten und nur in Asien erhältlichen Version der CBR600RR in die Supersport-WM zurück. Das Design ist an die 1000er-Fireblade angelehnt, ergänzt durch seitliche Winglets. Die umfangreichen Motormodifikationen verbessern gezielt das Potenzial für den Racing-Einsatz. Die wichtigste Neuerung ist die Einführung von Ride-by-wire, um die in der Supersport-WM seit 2019 vorgeschriebene Einheitselektronik von MecTronik feiner justieren zu können.

Eingesetzt wird das Motorrad von MIE Honda, das Tarran Mackenzie und Adam Norrodin als Fahrer-Duo verpflichtete. Beim ersten Test des Teams in Portimão fuhren sie noch mit einer Vorversion des WM-Motorrades und ohne Zeitnahme.

Anders als der Engländer ist Norrodin hierzulande wenig bekannt, dabei fährt der 24-Jährige schon seit neun Jahren international und kennt aus der spanischen Moto3 und Moto2 sowie aus der Moto2-WM die meisten europäischen Rennstrecken. Podestplätze in Spanien zeugen von seinem Speed, unter anderem in Portimão 2021 in der Moto2-EM.

Man sollte den Malaysier nicht unterschätzen. «Das waren zwei äußerst positive Testtage. Wir haben sehr viele Informationen für das Team generiert, haben gute Fortschritte erzielt und einige Teile für den Saisonauftakt in Australien ausprobiert», schilderte Norrodin bei WorldSBK. «Das Bike hat mich überrascht. Die aktuelle Honda lässt sich viel einfacher fahren, es macht einfach Spaß. Natürlich haben wir viele Bereiche, in denen wir uns steigern können. Was wir in Portimão gesehen haben, war nicht unser maximales Potenzial. Wir wissen, dass wir schneller sein werden und sind, was die Saison betrifft, positiv eingestellt.»

Geboren wurde Norrodin in Batu Pahat, das liegt ziemlich genau zwischen den beiden Rennstrecken Sepang und Johor. «Als Rennfahrer setze ich mir das Ziel, um das Podium zu kämpfen, mindestens aber in jedem Rennen meine beste Leistung zu zeigen», versicherte der Honda-Pilot. «Und das Team ist derart motiviert, dass es mich zusätzlich anspornt.»


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