MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

KTM: Einstieg in Supersport Next Generation

Von Kay Hettich
Gerüchte kursierten schon länger, nun bestätigte KTM den Einstieg in das Supersport-Segment mit der neuen 990RC R ab 2025. Wildcard-Einsätze wird es bereits in diesem Jahr geben.

Seit 2018 hat KTM einen Fuß in der seriennahen Weltmeisterschaft und erreichte mit der RC390R zahlreiche Achtungserfolge in der Supersport-WM 300. Am Dienstagabend gaben die Österreicher bekannt, dass ab Anfang 2025 wieder ein authentisches, straßenzugelassenes Sportmotorrad in größeren Stückzahlen vom Band rollen wird: Die KTM 990RC R.

Anhand der Eckdaten ist offensichtlich, dass dieses Motorrad auf das Supersport-Reglement Next Generation abzielt. Der Zweizylindermotor verfügt mutmaßlich über 947 ccm, leistet in der Straßenversion 128 PS und ist in einem Gitterrohrrahmen aus Stahl verpflanzt. Die Gewichtsverteilung ist frontlastig und mit einem Lenkkopfwinkel von 65° auf gutes Handling ausgelegt.

Der Clou: Obwohl das Motorrad erst in einigen Monaten käuflich ist, wird es bereits 2024 in nationalen Meisterschaften im Rahmen von Gaststarts zu sehen sein. Denn das Next Generation-Reglement der Weltmeisterschaft wurde von den meisten Supersport-Serien übernommen, zum Beispiel in Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien. Im Regelwerk ist außerdem festgeschrieben, dass eine Teilnahme auch ohne Homologation möglich ist, dann allerdings außerhalb der Konkurrenz, also ohne punkteberechtigt zu sein.

Es ist absehbar, dass, sobald die KTM 990RC R konkurrenzfähig ist, auch die WM-Teilnahme erfolgen wird – ganz getreu der Philosophie «Ready to Race». In der MotoGP hat das Werk aus Mattighofen bereits bewiesen, dass man über das dafür erforderliche Know-how verfügt.

Bei einem Einstieg in die Supersport-WM wäre KTM nach Ducati, MV Agusta, Triumph und QJ Motor der fünfte Next-Generation-Hersteller. Es wird zudem erwartet, dass Yamaha diesen Schritt mittelfristig vollziehen wird, mutmaßlich mit einer neuen R9.

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