MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Martin Tritscher (BMW): «Top-5-Resultat wäre Traum»

Von Helmut Ohner
Um schnell zu sein, braucht Martin Tritscher vollstes Vertrauen in seine Maschine

Um schnell zu sein, braucht Martin Tritscher vollstes Vertrauen in seine Maschine

Der Steirer Martin Tritscher geht mit gemischten Gefühlen in die neue Saison, trotzdem peilt der Superbike-Pilot konstant Top-10-Plätze in der stark besetzten Alpe Adria International Motorcycle Championship an.

Im Vorjahr entschied sich Martin Tritscher gegen die heimische Meisterschaft (IOEM) und für die Alpe Adria International Motorcycle Championship (AAIMC). Während in der IOEM sehr zum Ärger der Aktiven nur das Wochenende auf dem Pannonia Ring in die Wertung kam – die anderen Rennen wurden einerseits coronabedingt und andererseits wegen Nicht-Einhaltung der Ausschreibung abgesagt – und deswegen keine Titel vergeben wurden, ging die AAIMC wie geplant über die Bühne. Obwohl er dem Finale in Italien fernbleiben musste, reichte es für den Superbike-Piloten zu Platz 8 in der Endabrechnung.

«Diese Entscheidung fiel nicht aus sportlichen, sondern aus finanziellen Gründen», erklärt der Steirer gegenüber SPEEDWEEK.com. «Als Privatfahrer ist man über jegliche Unterstützung dankbar. Die AAIMC ist im Gegensatz zur IOEM eine der Meisterschaften, die zur BMW Motorrad Race Trophy zählt. Hier kämpfen die besten BMW-Piloten weltweit um Punkte, die am Jahresende mit tollen Preisen belohnt werden. 2016 bekam ich dort einen <Finisher of the Year>- Award und wurde zur Abschlussgala nach München ins BMW-Museum eingeladen, wurde geehrt und bekam sogar einen kleinen Scheck.»

Auch diese Saison wird Tritscher in der international stark besetzten Meisterschaft an den Start gehen. «Das erste Rollout in dieser Saison war schon recht gut, ich möchte aber keine zu großen Erwartungen wecken, weil die Spitze für mich mit Sicherheit nicht erreichbar sein wird. Ohne professionelles Team im Hintergrund ist es verdammt hart, man ist gleichzeitig Fahrer, Mechaniker, Teamchef, Finanzier in einer Person ist. Hinter einigen Top-Teams aus Ost- und Südosteuropa stehen zahlungskräftige Sponsoren. In meiner Heimat ist das bekanntlich nicht so, daher muss man kleinere Brötchen backen.»

«Mein erklärtes Ziel für 2022 ist, konstant in die Top-10 zu fahren, in jedem Rennen zu punkten und dabei Ausfälle und Stürze zu vermeiden. Natürlich möchte ich mich auch fahrerisch weiterentwickeln. Zumindest ein Ergebnis in den Top-5 wäre mein Wunsch. Wenn es optimal für mich läuft, könnte das im Bereich des Möglichen liegen. Der Schlüssel zum Erfolg ist mit Sicherheit eine gute Abstimmung meiner BMW M1000RR, auf der ich mich mittlerweile wohl fühle. Ich bin ein kopflastiger Pilot, der nur dann schnell fahren kann, wenn ich absolutes Vertrauen zum Motorrad habe und es auch vorhersehbar reagiert.»

Los geht es für Tritscher am kommenden Wochenende mit zwei Läufen der Klasse Superbike in Tschechien. «Der Termin in Brünn bereitet mir schon etwas Kopfschmerzen, weil ich das letzte Mal vor acht Jahren dort gefahren bin. Das ist sicher ein gewisser Nachteil gegenüber der Konkurrenz. Ich muss mich an die Strecke wieder vorsichtig herantasten. Dem Vernehmen nach soll der Asphalt und damit der Grip in den letzten Jahren sehr schlecht geworden sein. Gleich zu Beginn der Saison mit so schwierigen Verhältnissen zu kämpfen, wird nicht einfach. Vor allem weil das erklärte Ziel ist, schnell zu sein, ohne zu stürzen.»

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