Formel 1: Weder Norris noch Verstappen Favorit

Ehepaar Solberg gewinnt wieder historische Schweden

Von Toni Hoffmann
Pernilla und Petter Solberg beim Sieg der «Historic»

Pernilla und Petter Solberg beim Sieg der «Historic»

Petter Solberg und seine Frau Pernilla haben wie im Vorjahr die historische Rallye Schweden, die im Rahmen des zweiten Laufes zur Rallye-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde, gewonnen.

Ex-Weltmeister Petter Solberg gewann jede Prüfung im heckgetriebenen Ford Escort RS1800, der von Viking Motorsport gebaut wurde, und ließ dabei einige der besten Fahrzeuge der Gruppe 4, Gruppe B und A bei der Rallye auf den verschneiten Pisten in Norwegen und Schweden hinter sich. Bei der Zielankunft am Samstagnachmittag in Torsby lag der zweifache Rallycross-Champion mehr als eine Minute vor Mats Jonsson im Mazda 323.

«Ich fahre diese Prüfungen mit diesem Auto sehr gerne», sagte der Sieger Petter Solberg und fügte mit einem breiten Grinsen hinzu: «Es war heute Pernillas Geburtstag, also musste ich ihr etwas Besonderes zum Feiern bieten. Das war das perfekte Geschenk für sie.»

Solberg mit Fieber

Solberg ergänzte: «Es ist schwer, die Allradfahrzeuge mit diesem Auto zu schlagen, daher ist es umso schöner, zu gewinnen. Allerdings musste ich diesmal etwas mehr kämpfen. Ich bin am Freitagmorgen aufgewacht und hatte Fieber. Ich schwitzte höllisch und nieste. Ich dachte wirklich daran, nicht zu starten. Wenn man auf der Piste ist, ist es nicht so schlimm. Sobald das Adrenalin steigt, ist man fokussiert und kann fahren.»

Weil die Route geändert wurde, um nicht allzu große Schäden auf den Pisten für die WM-Fahrzeuge zu hinterlassen, musste Solberg auf die berühmte «Colin's Crest» verzichten. Solberg hatte Einsehen: «Diese Rallye ist ein Lauf zur Weltmeisterschaft und die Meisterschaft hat Priorität. Bei 'Colin's Crest' haben Familienmitglieder, Freunde und Sponsoren auf uns gewartet. Sorry, dass wir nicht kommen konnten. Ich verstehe die Entscheidung des Veranstalters.»

Der Ford Escort RS1800 lief ohne Fehler und war schnell genug, um eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h auf den verschneiten Straßen Schwedens zu erreichen. «Ich habe letztes Jahr am Auto gearbeitet. Ich habe die Achse ausgebaut und überarbeitet, auch die Federn und neue Dämpfer eingebaut. Das Auto war in diesem Jahr besser und schneller.»

Geburtstagskind Pernilla freute sich über das Geschenk, der vierte Sieg bei fünf Starts. «Alles hat so funktioniert, wie wir es wollten. Ich war aber etwas um Petter besorgt, als er am Freitagmorgen so viel husten musste, aber die Bestzeiten waren für die perfekte Medizin», meinte Pernilla Solberg.

Der 17-jährige Sohn Oliver, der im familieneigenen VW Polo GTI R5 die beiden ersten Runden der lettischen Meisterschaft gewonnen hatte und bald bei fünf Läufen zur amerikanischen Rallycross-Meisterschaft einen Subaru Impreza steuern wird, sagte: «Ich bin so stolz auf meine Eltern. Ich habe ihnen nach meinem zweiten Sieg in Lettland gesagt, dass sie in Schweden das Gleiche tun müssten. Und das haben mit allen Bestzeiten auch gemacht.»

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