MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Günther Steiner (Haas): Schwere Vorwürfe an Renault

Von Mathias Brunner
Haas-Teamchef Günther Steiner

Haas-Teamchef Günther Steiner

​Der Genfer Romain Grosjean (Haas) hat in Monza einen feinen sechsten Platz herausgefahren. Den war er am Sonntagabend wieder los: disqualifiziert! Haas-Teamchef Günter Steiner ist wütend auf Renault.

Dicke Luft zwischen Haas und Renault: Weil der direkte Gegner Renault nach dem Monza-GP mit Erfolg gegen den Unterboden der US-Renner protestiert hatte, wurden Romain Grosjean der sechste Platz und die damit verbundenen WM-Punkte aberkannt. Es geht um den vierten Platz im Konstrukteurs-Pokal zwischen diesen beiden Rennställen, derzeit steht es 86:76 für Renault. Haas-Teamchef Günther Steiner hat gegen die Entscheidung der FIA-Kommissare Berufung eingelegt, der Fall wird am 1. November in Paris verhandelt.

In Singapur meint der Südtiroler Steiner: «Ich schätze die Aussicht auf 50:50 ein, vor dem Berufungsgericht Recht zu bekommen. Wir bereiten uns mit Technikern und Anwälten gründlich vor. Wir glauben daran, dass der Ausschluss ungerechtfertigt war. Doch wir haben keine Kontrolle darüber, was passieren wird.»

Steiner argumentiert: Der Mangel einer technischen FIA-Direktive bezüglich des Unterbodens bedeutet – man hätte Haas Zeit bis zum Singapur-GP geben müssen, den Wagen zu modifizieren. Steiner: «Das Thema ist überaus kompliziert. Wir finden auch, die übliche Prozedur ist nicht korrekt eingehalten worden; nicht von unserer Seite, sondern von jemand Anderem. Es geht um die Mischung zwischen Technikregeln, Auslegung, Doppeldeutigkeit, Informationsfluss. Ich finde, die Kommissare in Monza haben nicht verstanden, was wir erklären wollten. Ich hoffe, das Berufungsgericht nimmt sich mehr Zeit.»

Steiner ist wütend auf Renault. Es geht um ein Abkommen unter Gentlemen, wonach einen Gegner bei Fragen der Reglementskonformität Zeit gegeben wird, das in Ruhe mit der FIA auszusortieren. In der Regel gibt Rennleiter Charlie Whiting mit seinem Team eine frische technische Direktive heraus, welche Unklarheiten beseitigt. In Monza gab es eine solche Warnung offenbar nicht. Steiner weiter: «Wir haben es schon eine ganze Weile nicht mehr erlebt, dass es nach dem Rennen einen Protest gegeben hat. Ich war überrascht. Hm, auf der anderen Seite sollte ich das wohl nicht sein: Was will Renault auch tun? Vielleicht haben sie sich gesagt – wir sind überholt worden, wir müssen dringend etwas unternehmen.»

In Singapur fährt Haas mit umgebauten Böden. «Das hat mit Monza nichts zu tun, das war von langer Hand geplant. Wir haben schon vor der Sommerpause begonnen, diese jüngste Bodenversion zu bauen. Das ist Teil der natürlichen Entwicklung.»

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