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Kevin Magnussen (Haas): «Ich bin keine heilige Kuh»

Von Adam Cooper
Kevin Magnussen

Kevin Magnussen

​Enttäuschende GP-Saison 2023 für Kevin Magnussen: nur drei Mal Zehnter, WM-19. Der Haas-Fahrer sagt: «Wir sitzen bei Haas alle im gleichen Boot. Ich trage eine Mitverantwortung an den schlechten Ergebnissen.»

So hatte sich das Kevin Magnussen nicht vorgestellt: Nur in 3 von 22 WM-Läufen 2023 konnte der inzwischen 163-fache GP-Teilnehmer in die Top-Ten fahren, als Zehnter in Dschidda, Miami und Singapur. Diese drei Zähler ergaben den mageren Schlussrang 19 in der Formel-1-WM.

Während der Saison fiel auf: Obschon Haas in manchem Rennen das langsamste Auto hatte, hielt sich die Kritik des 31-jährigen Dänen in Grenzen. Kevin erklärt dazu: «Racing ist Team-Sport. Ich sehe keinen Sinn darin, in der Öffentlichkeit über den eigenen Rennstall abzuledern. Wir sitzen alle im gleichen Boot, wir tragen alle Verantwortung. Ich bin als Fahrer keine heilige Kuh. Ich bin Teil der Probleme.»

«Es ist wichtig, in schwierigen Zeiten zusammenzuhalten. Ich weiss, welches Potenzial wir haben. Nur müssen wir es schaffen, das regelmässig in Punkte umzuwandeln. Alle Möglichkeiten dazu sind im Rennstall vorhanden.»

Haas wurde 2023 WM-Letzter, GP-Rückkehrer Nico Hülkenberg konnte nur einmal punkten, als Siebter in Melbourne, er landete auf WM-Rang 16. Kevin Magnussen sagt weiter: «Ich habe das Team früh gewarnt, dass wir es nicht leicht haben werden. Ich fühlte mich rückversetzt ins Jahr 2019, damals waren die Merkmale die gleichen – übermässiger Reifenverschleiss, wir konnten guten Speed aus dem Training zu wenig oft in Punkte ummünzen.»

«Gewiss, heute fahren wir mit diesen Flügelautos eine ganz andere Generation von Rennwagen, also müssen wir auch bei der Lösungssuche einen anderen Ansatz finden.»

«Ich habe im Laufe der Jahre gelernt: Niederlagen stärken den Charakter. Du lernst Dinge, welche dir in einfacheren Zeiten wohl entgangen wären. Eine Saison wie 2023 macht dich widerstandsfähiger. Und ich mag es, wenn ich Hürden überwinden muss.»

Haas brachte im Oktober zum USA-GP in Texas ein lang ersehntes Update ans Auto, das sich aber nicht als Volltreffer erwies. Nico Hülkenberg wechselte bald zurück zur alten Konfiguration, Kevin blieb bei der neuen. Magnussen sagt: «Obschon wir nicht den Schritt nach vorne getan haben, den wir uns von den Verbesserungen erhofft hatten, so war das Update dennoch nützlich – wir haben im Hinblick auf 2024 sehr viel gelernt.»

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