Formel 1: Max Verstappen triumphiert

Max Verstappen vor Japan-GP: «In die Hose machen»

Von Mathias Brunner
Max Verstappen

Max Verstappen

​Der Niederländer Max Verstappen hat seit dem Katar-GP 2024 keinen WM-Lauf mehr gewonnen. Beendet er die Siegesserie von McLaren? Der Red Bull Racing-Star sagt, wo sein Team genau steht.

Seit dem Formel-1-WM-Lauf von Katar am 1. Dezember 2024 hat Max Verstappen keinen Grand Prix mehr gewonnen. Danach hatte drei Mal McLaren die Nase vorne – mit Lando Norris beim WM-Finale von Abu Dhabi, dann mit Norris und Oscar Piastri bei den 2025er GP von Australien und China. In China gewann zudem Lewis Hamilton im Ferrari den Sprint.

Max 126 Tage lang ohne Sieg, das könnte am 6. April in Suzuka enden. Verstappen hat das Fundament für seinen vierten Japan-GP-Triumph in Serie gegossen und visiert seinen 64. Sieg in einem Formel-1-WM-Lauf an.

Gewiss, McLaren hat weiterhin das beste Auto, aber das lässt den 27-jährigen Niederländer ziemlich unbekümmert. Max sagt: «Es ist uns im Training gelungen, den Wagen Schritt um Schritt zu verbessern. Das hat am Ende die Möglichkeit eröffnet, das Auto auf den besten Startplatz zu stellen.»

«Die letzte Runde war wirklich der Hammer, voll am Limit, einige Male war ich einen Moment lang unsicher, ob ich das Fahrzeug auf der Bahn halten kann. Zu Beginn des Wochenendes lag der Wagen gar nicht nach Wunsch, und wenn du dann am Ende die Pole herausholen kannst, dann ist das ein ganz besonderes Gefühl.»

«Keiner weiss, was nun im Rennen auf uns zukommt, mit dem Regen, der angesagt ist. Wir haben uns über die Pole gefreut, aber der Grand Prix wird eine ganz andere Kiste.»

«Das grösste Fragezeichen ist ohne Zweifel das Wetter. Aber ich packe meine Aufgabe an so wie immer, das hat sich bewährt – wir versuchen, das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen. Wenn dabei ein Sieg herauskommt, dann wäre das natürlich fabelhaft.»

«Wir konnten das Handling des Autos im Training verbessern, aber die Fahrzeugbalance ist noch immer nicht dort, wo ich sie gerne hätte. Auf eine schnelle Runde kannst du gewisse Schwierigkeiten ein wenig kaschieren. Vor der letzten Runde habe ich mir gesagt – ich hau jetzt voll rein und gucke mal, was dabei herauskommt. Es passiert nicht immer, dass eine Runde dann so gut gelingt wie hier in der Quali.»

Auf die Frage, wie das Gefühl im Rennwagen denn sei, eine solche Runde zu fahren, scherzt der Champion: «Wenn Sie wollen, können Sie es gerne mal versuchen. Ich schätze, Sie werden sich in die Hose machen. Oh, Moment, darf man das in einer Konferenz überhaupt noch sagen? Nein, ernsthaft – einfach ist das gewiss nicht, ein Auto so am Limit zu bewegen, und einige Male dachte ich, dass ich den Wagen vielleicht aus der Kontrolle verliere. Du musst schon sehr viel Mumm in den Knochen haben, um das Fahrzeug so schnell zu fahren, vor allem im irre schnellen ersten Pistenteil.»

«Natürlich freuen wir uns über die Pole, aber wir arbeiten anhaltend intensiv mit dem Wagen, um gewisse Probleme aus der Welt zu schaffen. Und diese Probleme sind noch nicht gelöst.»

«Keiner kann schönreden, dass wir mit diesem Auto noch immer viel Arbeit haben. Doch wir haben es im Abschlusstraining geschafft, den Wagen in ein Arbeitsfenster zu bringen, im dem ich richtig attackieren konnte. Das hat an diesem Tag für die Pole-Position gereicht. Keiner bei Red Bull Racing denkt nun – oh, prima, alle Probleme gelöst. Wir haben vielmehr hier in Suzuka einige Experimente gewagt, um mehr über das Fahrzeug zu lernen und die Balance besser hinzubekommen. Auf diesem Weg muss es weitergehen.»

«Die Qualitäten des McLaren-Rennwagens haben sich nicht in Luft aufgelöst. Ich weiss, welche Aufgabe auf mich zukommt im Rennen. Aber wir werden unsere Haut so teuer als möglich verkaufen. Unsere Ausgangslage ist sehr gut, gleichzeitig denke ich jedoch immer auch an die WM, und da ist die Marschrichtung klar – aus jedem Rennen das Beste herausholen.»

Qualifying, Japan

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:26,983 min
02. Lando Norris (GB), McLaren, 1:26,995
03. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:27,027
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:27,299
05. George Russell (GB), Mercedes, 1:27,318
06. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:27,555
07. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:27,569
08. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:27,610
09. Alex Albon (T), Williams, 1:27,615
10. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:27,867
11. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:27,822
12. Carlos Sainz (E), Williams, 1:27,836 *
13. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:27,897
14. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:27,906
15. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:28,000
16. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:28,570
17. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:28,622
18. Esteban Ocon (F), Haas, 1:28,696
19. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:28,877
20. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:29,271

* Wird in der Startaufstellung um 3 Positionen strafversetzt, weil er Lewis Hamilton im Weg war

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